26 Ideenkiller
Jeder, der einen Ideenfabrik oder einen Innovationsworkshop moderiert hat, kennt die sogenannten Killerphrasen. Killerphrasen sind spontane – und fast immer unbegründete – negative Reaktionen auf neue Ideen und Vorschläge.
Hier ist eine Liste von 26 typischen Killerphrasen, die in unserer Praxis immer wieder auftauchen:
- Ja, aber…
- Das gibts doch schon.
- Das werden unsere Kunden nicht mögen.
- Dafür haben wir keine Zeit.
- Das geht nicht.
- Das ist zu teuer.
- Seien Sie doch realistisch!
- Das ist unlogisch!
- Wir müssen erst recherchieren.
- Dafür gibt es kein Budget.
- Ich bin gar nicht kreativ!
- Wir wollen keinen Fehler machen.
- Die Geschäftsleitung wird da nicht zustimmen.
- Dafür bin ich nicht verantwortlich.
- Das ist zu schwierig.
- Das ist eine zu große Veränderung.
- Dafür ist der Markt noch nicht reif.
- Das behalten wir erst einmal nur im Auge.
- Dafür sind wir zu klein.
- Das würde bei uns nicht funktionieren.
- Seit wann sind Sie der Experte?
- Aus längjähriger Erfahrung weiß ich…
- Bei uns gibt es niemand, der das umsetzen könnte.
- Das passt nicht zu unseren Kunden.
- Das passt dem Chef nicht.
- NEIN!!!
Wenn der Moderator solche Killerphrasen im Raum stehen lässt, können sie eine fatale Wirkung auf den Ideenprozess haben.
Glücklicherweise sind die Beweggründe und Ursachen für die meisten Killerphrasen bekannt, und der erfahrene Moderator kann entsprechend reagieren. Dazu steht ihm eine Reihe von Werkzeugen zur Verfügung. Für einige typische Killerphrasen gibt es beispielsweise spezielle Antworten, die sie auf der Stelle entkräften. Auch tragen ein geeignetes Format und eine gute Inszenierung dazu bei, Killerphrasen von vornherein zu unterbinden.
Letzten Endes bleibt aber die beste Vorbeugung gegen Killerphrasen die sorgfältige Auswahl der Ideenfabrik-Teilnehmer. Lieber auf einen problematischen Teilnehmer verzichten als ihn den Workshop für alle Beteiligten verderben lassen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass der Auftraggeber oft eher politisch als ergebnisorientiert denkt. Solche Auftraggeber neigen dazu, politisch erwünschte Einladungen – selbst an bekannte Störenfriede – auszusprechen. Hierzu ist seitens des Workshopverantwortlichen eine gewisse Strenge erforderlich; in der Regel lassen sich die politischen Erfordernisse auf andere Weise erreichen.
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Juli 11th, 2008 at 11:30
[...] wie “Das geht bei uns nicht!“, “Das passt nicht zu uns!” und ähnliche Killerphrasen geboten. Wenn Moderator und Bewertungsprozess nicht gegen solche Reaktionen gewappnet sind, lässt [...]
März 20th, 2009 at 14:12
[...] Ideen wirken zunächst immer fremd und stoßen dadurch auf Unverständnis. Killerphrasen sind ein typisches Symptom dieses Problems. Um Ideen für andere verständlich zu machen, ist es [...]
Dezember 28th, 2009 at 09:03
[...] zu töten. Schon ein verächtlicher Blick (vor allem eines Vorgesetzten) oder eine unüberlegte Killerphrase kann genügen, dass eine Idee für immer verschwindet. Je innovativer die Idee, desto größer ist [...]