Archive for the ‘Fundstücke’ Category



Zitate über Innovation (fortgesetzt)

Graham am Montag, den 25. April 2011

Auf eine Erfindung in Deutschland kommen 100 Fachleute, die davor warnen. Wenn wir immer auf sie gehört hätten, säßen wir immer noch hungrig in einer dunklen Höhle.

Bundespräsident Roman Herzog

Zitate über Innovation (fortgesetzt)

Graham am Freitag, den 22. April 2011

“Kümmern Sie sich in guten Zeiten um Innovation, dann bleiben Ihnen schlechte Zeiten erspart.”

Thomas Stern & Helmut Jaberg, in ihrem Buch Erfolgreiches Innovtionsmanagement

Nicht wirklich hilfreich

Graham am Montag, den 18. April 2011

Der Gabler-Verlag veröffentlicht ihr Wirtschaftslexikon online. Dort findet man auch eine Kurzdefinition von Innovationsmanagement, die wie folgt lautet:

Innovationsmanagement ist eine betriebliche Kerntätigkeit, die im Wesentlichen an den Eigenschaften einer Innovation ausgerichtet ist und damit Managementaspekte verbindet. Es bedarf der unternehmerischen Relevanz, um eine Neuerung im betriebswirtschaftlichen Sinn als Innovation bezeichnen zu dürfen.

Wissen Sie nun, was Innovationsmanagement ist?

Da kann man aus dem ersten Absatz des entsprechenden Wikipedia-Eintrags eine kürzere, und dennoch hilfreichere Definition ableiten, zum Beispiel:

Innovationsmanagement ist die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle von Innovationen in Organisationen. Es ist unter anderem auf die Umsetzung und Verwertung von Ideen in wirtschaftlich erfolgreiche Produkte bzw. Dienstleistungen ausgerichtet.

Die Commodity-Falle ist näher, als Sie denken

Graham am Montag, den 21. März 2011

Kay Plantes

In einem Online-Artikel plädiert die Autorin und Beraterin Kay Plantes für die Geschäftsmodellinnovation. Mit einem aktuellen Beispiel aus der Medizintechnik zeigt sie, weshalb der weitere Blick des Geschäftsmodells zum Erfolg, während der engere Blick der funktionsgetriebenen Produktinnovation in die Sackgasse führen kann.

Mir hat das folgende Zitat besonders gefallen:

Remember, it takes only two qualified options [...] to create price-driven competition.

(Bedenke, dass man nur zwei ausreichend gute Alternativen braucht [...], um Preisdruck auszuüben.)

Plantes’ Botschaft ist, dass Produktfunktionalität allein heutzutage oft nicht genügt, um sich ausreichend von der Konkurrenz abzuheben, insbesondere dann, wenn viele Alternativen in den Augen der Kunden schon mehr als gut genug sind. Vielmehr muss man die positive Differenzierung im Ökosystem des Produktes suchen bzw. schaffen.

(Fotoquelle: www.plantescompany.com)

Höre auf keinen Experten!

Jana am Freitag, den 25. Februar 2011

Noreena Hertz hat einen lehrreichen Vortrag zum Umgang mit Experten auf einer TED Konferenz gehalten.

Sie hat sich die Frage gestellt “Sollten wir wichtige Entscheidungen aufgrund von Expertenempfehlungen treffen?”

Drei Ihrer Botschaften dazu waren:

  • Wir sollten mehr unser eigenes Urteilsvermögen nutzen. (Faszinierend, dass wir es in der Umgebung von Experten scheinbar ausstellen.)
  • Uns bewusst machen, dass auch Experten Fehler machen können.
  • Wir sollten Expertenaussagen kritisch hinterfragen (z.B. unter welchen Bedingungen diese gelten).

Dennoch ist sie der Meinung, dass wir weiterhin Experten zu Rate ziehen sollten. Allerdings empfiehlt sie Experten eher wie einen Basar an Möglichkeiten zu betrachten. Man hört sich viele verschiedene Meinungen, Diagnosen, Urteile und Prognosen an, um sich selbst ein besseres Bild von der eigenen Lage zu verschaffen.

Was erfolgreiche Innovatoren machen

Graham am Freitag, den 19. November 2010

Das Beratungsunternehmen Booz & Company analysiert jährlich die Unternehmen, die weltweit am meisten für Forschung und Entwicklung ausgeben. In ihrem aktuellen Bericht mit dem Titel How the Top Innovators Keep Winning zeigen sie, was diese Unternehmen tun, um in der Innovation erfolgreich zu sein.

Sie unterscheiden zwischen drei Ansätzen für die Innovation:

  • Need Seekers (Bedürfnissucher). Diese Unternehmen orientieren sich nach aktuellen und potentiellen Kunden, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.
  • Market Readers (Marktbeobachter). Diese Unternehmen beobachten sowohl Kunden als auch Wettbewerber. Ihre Innovationen sind vorwiegend inkrementeller Art und versuchen, etablierten Trends zu folgen. Vieles hängt davon ab, den richtigen Moment für die Einführung der Innovation zu treffen.
  • Technology Drivers (Technologietreiber). Diese Unternehmen lassen sich von ihren technologischen Fähigkeiten leiten. Sie profitieren von ihren hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung und sind die ersten, die neue Technologien am Markt einführen.

Eine Sucht, die die Innovationsfähigkeit beeinträchtigt

Graham am Montag, den 01. November 2010

Das folgende Zitat ist eine leicht abgewandelte Version eines Tweets, das ich neulich bei Twitter gelesen habe.

Aus der Sicht der Innovation ist die schlimmste Sucht nicht Nikotin oder Alkohol, sondern ein regelmäßiges Gehalt.

(Das Originalzitat lautet The three most harmful addictions are heroin, carbohydrates, and a monthly salary und stammt ursprünglich von libanesischen Akademiker und Autor Nassim Nicholas Thaleb.)

Wenn Anreize scheitern

Graham am Montag, den 11. Oktober 2010

Ich habe das folgende Zitat im “The Little Innovation Book” von J. Gardner gefunden:

Die vernünftige Reaktion eines Managers auf eine disruptive Innovation besteht darin, auf Kosten der Innovation seine Erfolge aus der Vergangenheit auszubauen. Er hat einen starken Anreiz, dies zu tun, denn die Alternative sieht dem Scheitern zum Verwechseln ähnlich.

(The sensible behaviour for a manager facing a disruption is to reinforce the success of the past at the expense of the innovation. They are highly motivated to do so, since the alternative looks remarkably like failure.)

Das Zitat fasst den Kerngedanken von Clayton Christensen in seinem berühmten Buch “The Innovator’s Dilemma” in wenigen Worten zusammen.

Neuer Kundennutzen statt neuer Dinge

Graham am Sonntag, den 25. Juli 2010

Bei unserer Arbeit für Unternehmen sind es oft unzutreffende Glaubenssätze darüber, was Innovation ist oder wie sie funktionieren soll, die eine der schwierigsten Hürden bilden. Ein solcher Glaubenssatz, mit dem wir neulich konfrontiert worden sind, ist die Vorstellung, dass Innovation lediglich aus der Einführung neuartiger Produkte besteht.

Ich habe neulich einen Artikel von M. Sawhney, R. C. Wolcott und I. Arroniz im MIT Sloan Management Review entdeckt mit dem Titel The 12 Different Ways for Companies to Innovate. Dieser Artikel behandelt genau diesen Glaubenssatz und behauptet, dass es für Unternehmen 12 verschiedene Dimensionen der Innovation zu beachten gibt. Der Artikel enthält den folgenden Gedanken:

Business Innovation is About New Value, Not New Things. Innovation is relevant only if it creates value for customers – and therefore for the firm. Thus creating “new things” is neither necessary nor sufficient for business innovation.

Der Donnerstagsteppich

Graham am Samstag, den 24. Juli 2010

Dieses Foto habe ich im Business-Hotel René Bohn von BASF in Ludwigshafen aufgenommen. Es zeigt den Teppich im Fahrstuhl im Seminarbereich. Wie man an Hand der Aufschrift erkennen kann, wird dieser Fahrstuhlteppich jeden Tag gewechselt. Einen Teppich für jeden Tag der Woche zu haben war für mich eine Überraschung, denn es zählt zu unseren (jedenfalls zu meinen) grundlegenden Annahmen über Teppiche, dass es einem Ort nur einen davon gibt.

Wir haben in diesem Blog schon mehrere solche überraschende Ideen gezeigt, zum Beispiel ein Studententeppich aus Japan, 15 Anregungen fürs Business Development, überraschende Armbanduhren, oder Stadtwerbung durch selektive Reinigung.

Ein Weg, zu solchen Ideen zu kommen, sind die Provokationen. Provokationen sind gezielte Verfälschungen der bekannten Wirklichkeit. Um eine Provokation zu gewinnen, sind zwei Schritte erforderlich:

  1. Eine Beobachtung über die bekannte Wirklichkeit machen.
  2. Diese Beobachtung verfälschen.

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