Archive for the ‘Ideenfabrik’ Category
René am Dienstag, den 19. Februar 2008

Oftmals ist die Suche nach dem Ort für die Ideenfindung nur eine Frage der Verfügbarkeit von Räumen. Die Entscheidung scheint einfach: entweder es ist ein Besprechungsraum im Unternehmen verfügbar oder man weicht auf einen Seminarraum in der Umgebung aus.
Dabei beeinflusst die Art des Raumes das Ergebnis der Ideenfindung erheblich. Das hat unter anderem mit den Assoziationen der Teilnehmer zu tun, die sie mit dem Raum verbinden.
In den Räumen des Unternehmens erinnern sich die Teilnehmer an aktuelle Herausforderungen im Tagesgeschäft. Dieses Bewusstsein macht es den Teilnehmern schwer, sich in der Ideenfindung vom Tagesgeschäft zu lösen und sich auf die Aufgabe zu konzentrieren. Ähnlich verhält es sich bei externen Seminarräumen. Sie sind meistens kahl, farblos, uninspirierend und wecken ähnliche Assoziationen.
Andere – eher überraschende Umgebungen – unterstützen die Teilnehmer das Tagesgeschäft auszublenden. Darüber hinaus fördern außergewöhnliche Umgebungen die Kreativität der Teilnehmer, weil neue Inspirationen entstehen, die in die Ideenfindung einfließen.
Tags: Kreativität, Location, Perspektivwechsel, Schwimmbad, Seminarraum
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Jana am Sonntag, den 17. Februar 2008

Oft lese oder höre ich die Frage: “Wie bekomme ich Ideen für Innovationen?” An dieser Stelle möchte ich gern eine Gegenfrage stellen: “Würden Sie denn eine Idee für eine Innovation erkennen?” Ein Beispiel …
Fast jede Stadt hat eine Grünanlage, einen Park. Dort gehen die Bürger spazieren und sich erholen. Üblicherweise sind diese Parks frei zugänglich. Es gibt allerdings auch Parks für die Besucher Eintritt zahlen. Der Besitzer eines solchen Parks hatte sich einmal die Frage gestellt, wie er regelmäßig Besucher für seinen Park erhält. Eine Idee, die ihm präsentiert wurde, lautete “Bauen Sie Heroin in ihrem Park an!”.
Der Parkbesitzer stutzte und verwirft diese Idee sofort. Aussagen wie: “Das ist ungesetzlich.” und “Damit mache ich mich strafbar!” begegneten dem Ideengeber. Jeder vernünftig denkende Mensch gibt ihm natürlich sofort Recht! Diese Idee ist allein aus gesetzlicher Sicht unmöglich zu verwirklichen.
Tags: Innovation erkennen, Unmöglich
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Graham am Sonntag, den 20. Januar 2008

Bei der Bewertung von Ideen in der Gruppe wiederholen sich einige typische Muster. Das interessanteste und ungewöhnlichste darunter ist die so genannte Polarisierung. Eine polarisierende Idee ist eine, die manche Gruppenmitglieder hoch bewerten, andere aber niedrig. Es herrscht also eine stark geteilte Meinung. Die Grafik zeigt ein Bewertungsergebnis, bei dem fünf Menschen der Idee 1 bis 3 Punkte von 10 und fünf andere der Idee mindestens 8 Punkte von 10 gegeben haben.
Der Mittelwert aller Einschätzungen beträgt 5.4 Punkte – eine scheinbar gleichgültige Gesamteinschätzung. Die gleiche Gesamteinschätzung erhält man bei einer anderen Idee, die alle Teilnehmer mittelmäßig finden und die von allen Teilnehmern 5 oder 6 Punkte erhält. Obwohl beide Ideen die gleiche durchschnittliche Punktzahl erhalten haben, sind sie sehr unterschiedlich zu beurteilen: Während die zweite Idee tatsächlich mittelmäßig ist, ist die polarisierende Idee wahrscheinlich innovativ und erfolgsversprechend.
Tags: disruptive Ideen, Ideenbewertung, inkrementelle Ideen, innovative Ideen, polarisierende Ideen
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René am Sonntag, den 02. Dezember 2007
Betriebsblindheit ist eigentlich ein negatives Wort. Doch sie hat auch etwas Gutes an sich: Sie hilft, unsere Konzentration zu fokussieren, indem sie Wesentliches von Unwesentlichem trennt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für ein effizientes Arbeiten. Sie entsteht als Konsequenz von angewandtem Expertenwissen, etablierten Prozessen und routinierten Arbeitsweisen.
Was ist aber, wenn Veränderungen, Optimierungen oder gar neue Ideen benötigt werden? In diesem Fall ist die Betriebsblindheit in der Tat hinderlich. Sie macht es den Menschen sehr schwer, sich von ihren gewohnten Gedanken und Annahmen zu trennen, die sie bisher nicht hinterfragt haben oder womöglich sogar nicht einmal mehr erkennen.
Ein berühmtes Beispiel für die Betriebsblindheit waren die Ingenieure um den Entrepreneur Henry Ford. Sie sollen behauptet haben, es sei unmöglich, einen Sechszylinder-Motor zu bauen – woraufhin Ford gesagt haben soll, “besorgt mir Leute, die noch nicht gelernt haben, was nicht geht!”
Tags: Betriebsblindheit, Henry Ford, Ideenfabrik, Ideenworkshop, Provokationstechnik
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Graham am Freitag, den 23. November 2007

Der Verein Deutsche Sprache e.V. hat eine originelle Idee im Internet verwirklicht. Auf der Website http://www.wortpatenschaft.de/ kann man gegen eine Spende die Patenschaft für ein deutsches Wort seiner Wahl übernehmen. Mit der Spende wird die Vereinsarbeit unterstützt. Diese Idee hat uns auf Anhieb gefallen, und wir haben spontan die Patenschaft für das Wort “Ideenfabrik” übernommen.
Wortpaten sind dazu aufgefordert, “sich um das Wort zu kümmern, es oft zu benutzen und es vor Missbrauch und Verdrängung zu schützen.” Lieber Verein Deutscher Sprache, das werden wir tun!
Tags: Ideenfabrik, Spende
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René am Freitag, den 16. November 2007

Gibt es eine Gemeinsamkeit zwischen einem Innovationsworkshop und einem Theaterstück?
Wir sagen: ja. Und zwar das Drehbuch. In einem Theaterstück werden im Drehbuch alle Anweisungen des Regisseurs und die Handlungen der Schauspieler detailliert beschrieben. Damit stehen das Ergebnis und der Verlauf des Stückes bereits vor der Aufführung fest. Alle Teilnehmer wissen, was sie tun und sagen werden um das Ergebnis zu erreichen. Das Drehbuch ist für den Erfolg eines Theaterstücks also enorm wichtig.
Tags: Clustering, Drehbuch, Ergebnis, Ideenproduktion, Innovationsworkshop, planen, Selektion, vorbereiten, Ziel
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Jana am Freitag, den 02. November 2007
Lassen Sie uns das Thema nicht eingrenzen. Dann haben wir alle Freiheiten. Immer dann wenn es um Kreativität oder Ideenfindung geht, glaubt man im Allgemeinen mit der sogenannten Freiheit mehr und bessere Ideen erzeugen zu können.

Die Praxis zeigt jedoch: Ohne klare Zielvorstellung in der Ideenfindung verzetteln sich die Beteiligten und sind letztendlich frustriert von den Ergebnissen. Führt man jedoch ein klares Ziel, eine prägnante Aufgabenstellung und Qualitätskriterien ein, können wesentlich bessere Ideen erzeugt werden.
Dies kann man vergleichen mit dem Planen eines Projekts. Ein Projektplan und somit das Aufschreiben, Kommunizieren und Kontrollieren von Zielen und Qualitätskriterien legt den Grundstein für erfolgreiche Projektergebnisse. Ergebnisse werden messbar und alle Projektbeteiligten können Ihre Aktivitäten am Ziel ausrichten. Ist dies nicht vorhanden, sind die Ergebnisse fast gar nicht absehbar und der Projektablauf ist chaotisch.
Tags: Ideen, Ideenfindung, Ideenproduktion, Kreativität, Out of the Box
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Graham am Sonntag, den 28. Oktober 2007
Scott Berkun schlägt in seinem Blog Idea Helpers vor. Diese nennen wir bei Zephram Förderphrasen.
Förderphrasen sind das Gegenteil von Killerphrasen. Killerphrasen haben zum Ziel, Ideen (oder deren Autoren) niederzumachen; sie sind für die Ideenfabrik Gift, da sie die offene und verspielte Stimmung sofort zerstören. Förderphrasen dagegen bringen eine unterstützende und optimistische Haltung zum Ausdruck und unterstützen somit den Ideenfluss.
Einige Beispiele für Förderphrasen sind:
- Das ist eine großartige Idee!
- Kann ich Ihnen helfen, diese Idee weiter zu entwickeln?
- Sie müssen diese Idee unbedingt realisieren!
- Darf ich Sie unterstützen?
- Was müssen wir als Nächstes tun?
Förderphrasen bilden die Grundlage für Aufwärm- und Einstimmungsspiele für die Ideenfabrik. Sie sind überraschend, machen Spaß und versetzen die Teilnehmer in eine positive und förderliche Stimmung.
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