Archive for the ‘Ideenproduktion’ Category



Werbebilder durch Aufhebung von Annahmen (2)

Graham am Mittwoch, den 01. August 2012

Auch diese Woche gibt es ohne großes Kommentar ein weiteres Beispiel für ein Werbebild, das mit einer Provokation entstanden ist. Es wirbt ein Hersteller von Büromöbeln; die Annahme, die hier aufgehoben wird, lautet, “Es ist gut, Sachen aufzuräumen.”

 

Werbebilder durch Aufhebung von Annahmen

Graham am Mittwoch, den 25. Juli 2012

Eine weitere Art der Provokation, die ebenfalls öfter in der Werbung zu sehen ist, ist die Aufhebung von Annahmen. Hier wird ein Glaubensatz, der allgemein akzeptiert ist oder selbstverständlich erscheint, aufgehoben, um eine überraschende Wirkung zu erzielen.

In diesem Beispiel wird für einen neuen, raucharmen Kraftstoff geworben. Die Werbung lebt davon, dass sie die selbstverständliche Annahme “Rauchentwicklung ist schlecht” hinterfragt. Wir sehen einen Indianerhauptling, der gar nicht begeistert ist, denn ohne Rauch kann er keine Rauchzeichen senden.

 

Werbebilder durch Umkehrung (2)

Graham am Mittwoch, den 18. Juli 2012

Dieser Beitrag folgt direkt auf den von letzter Woche. Auch hier sehen wir ein Werbebild, das mit Hilfe einer Umkehrung ersonnen worden ist.

(Es wird für einen scharfen Tomatenketchup geworben; auf Englisch sind die Wörter für scharfe und heiße Speisen gleich.)

 

Werbebildideen durch Umkehrung

Graham am Mittwoch, den 11. Juli 2012

Eine der fünf Methoden, um Provokationen zu erzeugen ist die Umkehrung. Dieses Prinzip findet auch in der Werbung Anwendung, wo das Alltägliche ins Gegenteil versetzt wird, um so eine überraschende oder komische Wirkung zu erzeugen.

In diesem Beispiel wird für Vitamintabletten für Tiere geworben.

Warum der Zufall keine Provokation ist

Graham am Mittwoch, den 09. Mai 2012

Von Edward de Bono stammt das Konzept der Provokation, eine Methode zur Generierung von Ideen. Sie wurde in seinem Buch “Serious Creativity” vorgestellt. Eine Provokation hat die Aufgabe, die Gedanken in neue Bahnen zu lenken, um so neue Ideen zu ermöglichen. De Bono beschreibt sechs Methoden, um Provokationen zu erzeugen, ausgehend von der vorliegenden Situation:

  1. Idealfall (Wishful Thinking): Man beschreibt, was im Idealfall gelten würde.
  2. Umkehrung (Reversal): Man vertauscht Ursache und Wirkung oder Subjekt und Objekt.
  3. Verfälschung (Distortion): Man verändert eine qualitative Eigenschaft der Situation.
  4. Übertreiben (Exaggeration): Man verändert eine quantitative Eigenschaft der Situation.
  5. Annahme aufheben (Escape): Man macht eine Annahme über die Situation rückgängig.
  6. Zufall (Random Stimulus): Man führt ein zufälliges Element in die Situation ein.

Provokationen sollte nach de Bono mit dem Wort “PO” angezeigt werden. Für eine Universität erhält man die folgenden Beispielprovokationen:

  1. Idealfall: PO Jeder Student erhält einen Abschluss.

PAPI: Eine Checkliste für grüne Ideen

Graham am Mittwoch, den 28. März 2012

Umweltfreundliche Produkte und grüne Produktion nehmen an Bedeutung zu. Dies macht sich auch an den Innovationsthemen bemerkbar, mit denen wir beauftragt werden. Für zwei Auftraggeber – beide DAX-Unternehmen – haben wir für unsere Drehbücher in der Ideenproduktion die oben stehende kleine Tabelle entwickelt.

Die Tabelle trägt den leicht zu merkenden Namen “PAPI” – ein Akronym, der aus den Zeilenüberschriften gebildet wird. Die Tabelle liefert Anregungen, die zu neuen Ideen führen sollen. Die Zeilen der Tabelle sind wie folgt definiert:

  • Phase bezeichnet die Phase im Lebenszyklus des Produktes. Sie kann entweder das Produkt selbst oder dessen Anwendung bzw. Betrieb meinen.
  • Action bezeichnet die Aktion, die zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit beitragen soll.
  • Physics unterscheidet zwischen Energie- und Materialverbrauch.
  • Interface bezeichnet die Schnittstelle zur Umwelt und kann entweder Zufluss oder Abfluss sein.

Betriebsblindheit durch Prototypen

Jana am Sonntag, den 11. Dezember 2011

Leonardis beschreibt eine interessanten Beobachtung in der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Review. Er hat beobachtet, dass das Bauen von Prototypen die Kreativität von Entwicklerteams hemmt.

Häufig werden Prototypen in der Entwicklung eingesetzt, um Ideen für neue Produkte zu erarbeiten. Sie dienen dem Team dazu Ideen auszuprobieren und zu kommunizieren.

Der Nachteil dieser Prototypen ist nun allerdings, dass das Entwicklungsteam sich sehr schnell auf diesen Prototypen konzentriert und Alternativen zur Lösung der Aufgabe verborgen bleiben. Der Prototyp fesselt das Team gedanklich. Leonardis hat beobachtet, dass die Entwickler nach dem Prototypen nur noch an der Optimierung von diesem arbeiten: Funktionen werden ergänzt, Verbesserungen werden vorgenommen, etc. Die Freiheit alternative Lösungsmöglichkeiten zu finden ist beschränkt.

Damit sich das Entwicklungsteam nicht durch einen Prototypen einengen lässt, empfehlen wir:

  1. Geben Sie Ihrem Entwicklunsteam einen klaren Auftrag (Briefing).
  2. Bevor Sie Ideen sammeln, sammeln Sie Probleme, die gelöst werden müssen.

Auf die Formulierung kommt es an

Graham am Montag, den 16. Mai 2011

Es war einmal ein Dorf, in dem eine seltsame Krankheit wütete. Diese Krankheit tötete manche Menschen, andere versetzte sie aber nur in einen tiefen Schlaf, der sie wie tot erscheinen ließ. Nach einigen Tagen wachten diese aber auf und waren wieder völlig gesund. Leider fiel dies den Dorfbewohnern aber recht spät auf, weshalb sie befürchten mussten, dass sie bereits einige Mitbewohner lebendig begraben hatten.

Damit dies in Zukunft nie wieder passieren konnte, gab der Dorfrat dem Dorfbestatter den folgenden Auftrag: “Sorgen Sie dafür, dass jeder, den wir begraben, auch wirklich tot ist!” Der Bestatter sicherte dem Rat zu, dass er dies tun würde.

Es vergingen einige Wochen, und das Dorf musste weitere Opfer der seltsamen Krankheit zu Grabe tragen. Erst dann wurde bekannt, dass der Bestatter alle seine Särge mit einem Eisendorn im Deckel versehen hatte, dessen Spitze beim Schließen bis zum Boden des Sarges reichte.

Invention on Demand

Graham am Freitag, den 29. April 2011

Erfindungen sind der Zwischenschritt zwischen Ideen und Innovationen. Sie beschreiben die Anwendung einer Idee zur Lösung einer technischen Aufgabe. Sie sind eine wichtige Voraussetzung für Produktinnovationen, und sie bilden die Grundlage für Patente, mit denen Unternehmen eine temporäre Monopolstellung und eine stärkere Wettbewerbsposition erzielen können. Erfindungen können also ein wichtiger Baustein im Innovationsprozess sein.

Invention on Demand (IoD) bezeichnet den Ansatz, Erfindungen gewissermaßen “auf Bestellung” zu erzeugen. Damit dies funktionieren kann, werden leistungsstarke Techniken benötigt, die Experten binnen kurzer Zeit zu den gewünschten Erfindungen führen. Das bekannteste Beispiel für eine solche Technik ist die Widerspruchmatrix von TRIZ, eine Methode, mit der physikalische Problemlösungen gezielt gefunden werden können.

HICSS, Teil 2

Graham am Donnerstag, den 13. Januar 2011

Einleitung

Eine unserer Präsentationen (s.o.) bei der HICSS-Tagung dieses Jahr berichtete über ein Forschungsprojekt der Universität Magdeburg, an dem Zephram beteiligt war. Wir haben die Analogietechnik zur Produktion von Ideen untersucht und dabei die Frage gestellt, ob man durch eine geeignete Auswahl der Attribute bestimmte, wünschenswerte Eigenschaften der resultierenden Ideen erzielen kann. Es hat sich dabei herausgestellt, dass dies nicht der Fall ist, aber wir haben bei der Untersuchung unserer experimentellen Daten eine interessante und unerwartete Entdeckung gemacht.

Die Analogietechnik

Bei der Analogietechnik werden Ideen in einem Vier-Schritt-Verfahren entwickelt:

  1. Attribute: Was sind Eigenschaften der Aufgabenstellung?
  2. Analogien: Wer oder was hat auch dieses Attribut?
  3. Lösungen: Wie würden diese Analogien unsere Aufgabe lösen?
  4. Transfer: Wie könnten wir diese Lösungen auf unsere Aufgabe übertragen?

Unsere Hypothese

Gute Ideen sollten praktikabel und effektiv sein, d.h. sie sollen sich mit den vorhandenen Ressourcen umsetzen lassen und das gesetzte Ziel erreichen.


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