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	<title>Impulse für Innovation &#187; Ideenproduktion</title>
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	<description>Einblicke in die erste Innovationsphase</description>
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		<title>Betriebsblindheit durch Prototypen</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 15:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideenproduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>

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		<description><![CDATA[Leonardis beschreibt eine interessanten Beobachtung in der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Review. Er hat beobachtet, dass das Bauen von Prototypen die Kreativität von Entwicklerteams hemmt. Häufig werden Prototypen in der Entwicklung eingesetzt, um Ideen für neue Produkte zu erarbeiten. Sie dienen dem Team dazu Ideen auszuprobieren und zu kommunizieren. Der Nachteil dieser Prototypen ist nun [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2011/12/11/betriebsblindheit-durch-prototypen/' addthis:title='Betriebsblindheit durch Prototypen ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/iStock_000016146510XSmall.jpg"><img class="size-full wp-image-3018 aligncenter" title="iStock_000016146510XSmall" src="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/iStock_000016146510XSmall.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Leonardis beschreibt eine interessanten Beobachtung in der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Review. Er hat beobachtet, dass das Bauen von Prototypen die Kreativität von Entwicklerteams hemmt.</p>
<p>Häufig werden Prototypen in der Entwicklung eingesetzt, um Ideen für neue Produkte zu erarbeiten. Sie dienen dem Team dazu Ideen auszuprobieren und zu kommunizieren.</p>
<p>Der Nachteil dieser Prototypen ist nun allerdings, dass das Entwicklungsteam sich sehr schnell auf diesen Prototypen konzentriert und Alternativen zur Lösung der Aufgabe verborgen bleiben. Der Prototyp fesselt das Team gedanklich. Leonardis hat beobachtet, dass die Entwickler nach dem Prototypen nur noch an der Optimierung von diesem arbeiten: Funktionen werden ergänzt, Verbesserungen werden vorgenommen, etc. Die Freiheit alternative Lösungsmöglichkeiten zu finden ist beschränkt.</p>
<p>Damit sich das Entwicklungsteam nicht durch einen Prototypen einengen lässt, empfehlen wir:</p>
<ol>
<li>Geben Sie Ihrem Entwicklunsteam einen klaren Auftrag (<a href="http://www.zephram.de/blog/2007/11/02/kreativitat-braucht-schranken/">Briefing</a>).</li>
<li>Bevor Sie Ideen sammeln, sammeln Sie Probleme, die gelöst werden müssen.</li>
<li>Sammeln Sie viele verschiedene Alternativen für das Lösen der Probleme.</li>
<li>Sobald Sie einen Prototypen entwickelt haben, stellen Sie Ihr eigenes Konzept wieder in Frage: <a href="http://www.zephram.de/blog/2007/11/05/ein-trittstein-fur-gedanken/">&#8220;Was wäre wenn, &#8230; ?&#8221;</a></li>
</ol>
<p>[Quelle: HBR, Dezember 2011, Paul Leonardis "Early Prototypes Can Hurt a Team's Creativity"]</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Auf die Formulierung kommt es an</title>
		<link>http://www.zephram.de/blog/2011/05/16/auf-die-formulierung-kommt-es-an/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 01:04:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Graham</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideenproduktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einmal ein Dorf, in dem eine seltsame Krankheit wütete. Diese Krankheit tötete manche Menschen, andere versetzte sie aber nur in einen tiefen Schlaf, der sie wie tot erscheinen ließ. Nach einigen Tagen wachten diese aber auf und waren wieder völlig gesund. Leider fiel dies den Dorfbewohnern aber recht spät auf, weshalb sie befürchten [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2011/05/16/auf-die-formulierung-kommt-es-an/' addthis:title='Auf die Formulierung kommt es an ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/sarg-mit-nagel.png"><img class="size-full wp-image-2987 aligncenter" title="sarg-mit-nagel" src="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/sarg-mit-nagel.png" alt="" width="363" height="257" /></a></p>
<p>Es war einmal ein Dorf, in dem eine seltsame Krankheit wütete. Diese Krankheit tötete manche Menschen, andere versetzte sie aber nur in einen tiefen Schlaf, der sie wie tot erscheinen ließ. Nach einigen Tagen wachten diese aber auf und waren wieder völlig gesund. Leider fiel dies den Dorfbewohnern aber recht spät auf, weshalb sie befürchten mussten, dass sie bereits einige Mitbewohner lebendig begraben hatten.</p>
<p>Damit dies in Zukunft nie wieder passieren konnte, gab der Dorfrat dem Dorfbestatter den folgenden Auftrag: <em>&#8220;Sorgen Sie dafür, dass jeder, den wir begraben, auch wirklich tot ist!&#8221;</em> Der Bestatter sicherte dem Rat zu, dass er dies tun würde.</p>
<p>Es vergingen einige Wochen, und das Dorf musste weitere Opfer der seltsamen Krankheit zu Grabe tragen. Erst dann wurde bekannt, dass der Bestatter alle seine Särge mit einem Eisendorn im Deckel versehen hatte, dessen Spitze beim Schließen bis zum Boden des Sarges reichte.</p>
<p>Beim anschließenden Gerichtsverfahren verteidigte sich der Bestatter mit dem Argument, dass er genau das getan hatte, was ihm befohlen worden war. Der Richter musste den Bestatter freisprechen, und er gab ihm einen neuen Arbeitsauftrag, der lautete:<em> &#8220;Sorgen Sie dafür, dass niemand begraben wird, der noch lebt!&#8221;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein ähnliches Problem kann es zu Beginn eines Innovationsprojektes geben: eine unvorsichtige  Formulierung bei der Auftragserteilung kann das Projekt in eine völlig unerwünschte Richtung führen. Suchfelder, Ideenproduktion und Ideenbewertung hängen eng mit dem Innovationsziel zusammen, und schon ein einziges mehrdeutiges Wort kann zur Verfehlung dieses Ziels führen. Wir setzen Fragen wie diese ein, um die Wünsche unserer Kunden kennenzulernen und möglichst eindeutig zu erfassen:</p>
<ul>
<li>Welche Randbedingungen (finanziell, zeitlich, politisch, strategisch) müssen die zu entwickelnden Ideen einhalten?</li>
<li>Werden Produkte nur für bestehende oder auch für neue Kunden gesucht?</li>
<li>Müssen die Ideen mit den vorhandenen Ressourcen umsetzbar sein?</li>
<li>Welches Chance/Risiko-Verhältnis suchen Sie?</li>
<li>Müssen die Ideen im Rahmen Ihres bestehenden Geschäftsmodells funktionieren?</li>
<li>Was wollen Sie durch die Ideen eigentlich erreichen?</li>
</ul>
<p>Um sicherzustellen, dass das Innovationsziel wirklich eindeutig verstanden worden ist, muss ausreichend Zeit in eine Zielvereinbarung investiert werden. Nur dadurch kann man ein Unglück wie beim Dorfbestatter vermeiden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2011/05/16/auf-die-formulierung-kommt-es-an/' addthis:title='Auf die Formulierung kommt es an ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Invention on Demand</title>
		<link>http://www.zephram.de/blog/2011/04/29/invention-on-demand/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 07:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Graham</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideenproduktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Erfindungen sind der Zwischenschritt zwischen Ideen und Innovationen. Sie beschreiben die Anwendung einer Idee zur Lösung einer technischen Aufgabe. Sie sind eine wichtige Voraussetzung für Produktinnovationen, und sie bilden die Grundlage für Patente, mit denen Unternehmen eine temporäre Monopolstellung und eine stärkere Wettbewerbsposition erzielen können. Erfindungen können also ein wichtiger Baustein im Innovationsprozess sein. Invention [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2011/04/29/invention-on-demand/' addthis:title='Invention on Demand ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/iStock_000010428016XSmall.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2936" title="Otto bicycle I Antique Transportation Illustrations" src="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/iStock_000010428016XSmall-271x300.jpg" alt="" width="244" height="270" /></a></p>
<p>Erfindungen sind der Zwischenschritt zwischen Ideen und Innovationen. Sie beschreiben die Anwendung einer Idee zur Lösung einer technischen Aufgabe. Sie sind eine wichtige Voraussetzung für Produktinnovationen, und sie bilden die Grundlage für Patente, mit denen Unternehmen eine temporäre Monopolstellung und eine stärkere Wettbewerbsposition erzielen können. Erfindungen können also ein wichtiger Baustein im Innovationsprozess sein.</p>
<p>Invention on Demand (IoD) bezeichnet den Ansatz, Erfindungen gewissermaßen &#8220;auf Bestellung&#8221; zu erzeugen. Damit dies funktionieren kann, werden leistungsstarke Techniken benötigt, die Experten binnen kurzer Zeit zu den gewünschten Erfindungen führen. Das bekannteste Beispiel für eine solche Technik ist die Widerspruchmatrix von TRIZ, eine Methode, mit der physikalische Problemlösungen gezielt gefunden werden können.</p>
<p>Die Anforderungen an einen IoD-Workshop sind sehr hoch: innerhalb von einem oder zwei Tagen müssen Ideen entwickelt werden, die den Ansprüchen des Patentamtes gerecht werden. Um die notwendige Erfindungshöhe zu besitzen, muss eine Idee nämlich &#8220;new-to-the-world&#8221; sein, und sie darf selbst für einen Experten nicht trivial sein. Für IoD-Workshops gilt der Brainstorming-Leitsatz von Alex Osborn &#8220;je mehr Ideen, desto besser&#8221; nicht; vielmehr wird ein hoher Aufwand in die Problemanalyse investiert, um wenige, auf Anhieb qualifizierte Ideen zu erhalten. Unser übliches Workshop-Ziel ist, eine patentierfähige Idee pro Teilnehmer zu produzieren.</p>
<p>IoD-Workshops setzen eine intensive Auseinandersetzung der Moderatoren mit der Aufgabenstellung voraus, und sie erfordern die Entwicklung von maßgeschneiderten Techniken und Arbeitsmaterialien. Funktionen und Komponenten bisheriger Lösungen, sowie technische Probleme und deren Ursachen werden alle für die Ideenproduktion eingesetzt. Neben erprobten Ansätzen wie beispielsweise TRIZ spielt die Provokation eine wichtige Rolle, denn sie hilft den Experten, sich von ihren bekannten Systemen gedanklich zu befreien und neue Lösungswege zu entdecken.</p>
<p>Invention on Demand lohnt sich vor allem für technologieorientierte Unternehmen, die eine Technologieführerschaft oder First Mover-Strategie betreiben. Solche Unternehmen können am meisten vom strategischen Einsatz eines Patentportfolios profitieren. Darüber hinaus haben sie in der Regel das professionelle Innovationsmanagement, das notwendig ist, um die entstandenen Erfindungen aufzubereiten und bis zur Patentanmeldung zu begleiten.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2011/04/29/invention-on-demand/' addthis:title='Invention on Demand ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>HICSS, Teil 2</title>
		<link>http://www.zephram.de/blog/2011/01/13/hicss-teil-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Jan 2011 05:47:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Graham</dc:creator>
				<category><![CDATA[Idea Engineering]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenproduktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Einleitung Eine unserer Präsentationen (s.o.) bei der HICSS-Tagung dieses Jahr berichtete über ein Forschungsprojekt der Universität Magdeburg, an dem Zephram beteiligt war. Wir haben die Analogietechnik zur Produktion von Ideen untersucht und dabei die Frage gestellt, ob man durch eine geeignete Auswahl der Attribute bestimmte, wünschenswerte Eigenschaften der resultierenden Ideen erzielen kann. Es hat sich [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2011/01/13/hicss-teil-2/' addthis:title='HICSS, Teil 2 ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><object id="__sse6518103" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=hicss-analogies-110111092624-phpapp01&amp;stripped_title=what-attibutes-make-a-good-analogy&amp;userName=zephram" /><param name="name" value="__sse6518103" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse6518103" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=hicss-analogies-110111092624-phpapp01&amp;stripped_title=what-attibutes-make-a-good-analogy&amp;userName=zephram" name="__sse6518103" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></h3>
<div id="__ss_6518103" style="width: 425px;">
<h3>Einleitung</h3>
<p>Eine unserer Präsentationen (s.o.) bei der HICSS-Tagung dieses Jahr berichtete über ein Forschungsprojekt der Universität Magdeburg, an dem Zephram beteiligt war. Wir haben die <a href="http://www.zephram.de/blog/2008/07/24/die-analogietechnik/">Analogietechnik</a> zur Produktion von Ideen untersucht und dabei die Frage gestellt, ob man durch eine geeignete Auswahl der Attribute bestimmte, wünschenswerte Eigenschaften der resultierenden Ideen erzielen kann. Es hat sich dabei herausgestellt, dass dies nicht der Fall ist, aber wir haben bei der Untersuchung unserer experimentellen Daten eine interessante und unerwartete Entdeckung gemacht.</p>
<h3>Die Analogietechnik</h3>
<p>Bei der Analogietechnik werden Ideen in einem Vier-Schritt-Verfahren entwickelt:</p>
<ol>
<li>Attribute: Was sind Eigenschaften der Aufgabenstellung?</li>
<li>Analogien: Wer oder was hat auch dieses Attribut?</li>
<li>Lösungen: Wie würden diese Analogien unsere Aufgabe lösen?</li>
<li>Transfer: Wie könnten wir diese Lösungen auf unsere Aufgabe übertragen?</li>
</ol>
<h3>Unsere Hypothese</h3>
<p>Gute Ideen sollten <em>praktikabel</em> und <em>effektiv</em> sein, d.h. sie sollen sich mit den vorhandenen Ressourcen umsetzen lassen und das gesetzte Ziel erreichen.</p>
<p>Unsere Hypothese war, dass Attribute, die <em>typisch</em> für die Aufgabenstellung sind, zu mehr praktikablen Ideen führen und dass Attribute, die <em>relevant</em> für die Aufgabenstellung sind, zu mehr effektiven Ideen führen.</p>
<h3>Das Experiment</h3>
<p>Wir haben in einem Experiment Ideen gesucht für die Aufgabe, <em>Wie können wir die Zufriedenheit von Kunden eines Supermarktes erhöhen?</em></p>
<p>Dazu haben wir zunächst Attribute erzeugt und nach den Eigenschaften <em>typisch</em> und <em>relevant</em> sortiert. Wir haben diese Attribute dann 22 Probanden gegeben, die daraus 330 Analogien generiert und anschließend daraus 1222 Ideen für den Supermarkt entwickelt haben. Diese Ideen haben wir schließlich nach den Eigenschaften <em>praktikabel</em> und <em>effektiv</em> sortiert und die Korrelation mit den Attributen berechnet, aus denen sie entstanden sind.</p>
<h3>Das Ergebnis</h3>
<p>Wir haben (etwas enttäuscht) festgestellt, dass nur eine ganz geringe positive Korrelation zwischen typischen Attributen und praktikablen Ideen bzw. zwischen relevanten Attributen und effektiven Ideen besteht. Es lohnt sich also nicht, bei der Ideenproduktion Attribute mit diesen Kriterien zu bevorzugen.</p>
<h3>Was wir stattdessen endeckt haben</h3>
<p>Bei der Analyse der experimentellen Daten sind uns einige Muster aufgefallen:</p>
<ul>
<li>Manche Attribute führen zu vielen Analogien, andere dagegen nur zu wenigen.</li>
<li>Manche Analogien wurden nur von einem einzigen Attribut erreicht, andere dagegen von vielen.</li>
<li>Manche Analogien haben viele Ideen produziert, andere dagegen nur wenige.</li>
</ul>
<p>Wir haben also untersucht, ob die Ideenqualität mit der Anzahl der erzeugenden Analogien oder Attributen zusammenhängt. Wir haben dabei festgestellt:</p>
<ul>
<li>Analogien, die viele Ideen produzieren, erzeugen eine ähnliche Ideenqualität wie Analogien, die nur zu wenigen Ideen führen.</li>
<li>Analogien, die von vielen Attributen erreicht werden, erzeugen mehr Top-Ideen.</li>
<li>Die Varianz der der mittleren Ideenqualität aus Analogien, die viele Ideen produzieren, ist geringer als die Varianz der mittleren Ideenqualität aus Analogien, die wenige Ideen produzieren, wobei die Mittelwerte fast identisch sind.</li>
</ul>
<h3>Bedeutung</h3>
<p>Für die Praxis bedeutet dieses Ergebnis, dass es bei der Analogietechnik genügt, mit wenigen Analogien zu arbeiten, wenn diese über mehrere unterschiedliche Attribute gefunden worden sind. Es ist nicht nötig, eine große Anzahl von (möglicherweise exotischeren) Analogien zu verwenden.</p>
<h3>Literatur</h3>
<p>Wer mehr über unsere Forschung lesen möchte, findet die Papers auf  der <a href="http://www.sim-md.de/forschung/forschung/veroeffentlichungen.html">Website des Lehrstuhls für Simulation der Universität Magdeburg</a>. Speziell zum Thema dieses Beitrags empfehlen wir die Arbeiten <em><a href="http://www.sim-md.de/sim_media/downloads/publications/knoll/hicss10_knoll.pdf">Changing the Perspective: Improving Generate thinkLets for Ideation</a></em> und <em><a href="http://www.sim-md.de/sim_media/downloads/publications/knoll/hicss11_knoll.pdf">The Impact of Stimuli Characteristics on the Ideation Process: An Evaluation of the Change of Perspective &#8216;Analogy&#8217;</a></em> (beides PDF).<em><br />
</em></p>
</div>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2011/01/13/hicss-teil-2/' addthis:title='HICSS, Teil 2 ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aufgabenanalyse mit der 8P-Liste</title>
		<link>http://www.zephram.de/blog/2010/11/12/aufgabenanalyse-mit-der-8p-liste/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 07:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Graham</dc:creator>
				<category><![CDATA[Idea Engineering]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenproduktion]]></category>
		<category><![CDATA[8P]]></category>
		<category><![CDATA[Perspktivwechsel]]></category>

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		<description><![CDATA[Jede Technik zur Herstellung von Ideen setzt voraus, dass die Aufgabenstellung dem Teilnehmer bewusst ist. Dabei ist es wichtig, dass diese nicht nur abstrakt, sondern in vielen konkreten Einzelheiten im Bewusstsein vorhanden ist. Es empfiehlt sich daher fast immer, im ersten Schritt die Aufgabe aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und in Komponenten zu zerlegen. In [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/11/12/aufgabenanalyse-mit-der-8p-liste/' addthis:title='Aufgabenanalyse mit der 8P-Liste ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2010/11/8p.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2631" title="8p" src="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2010/11/8p.png" alt="" width="351" height="256" /></a></p>
<p>Jede Technik zur Herstellung von Ideen setzt voraus, dass die Aufgabenstellung dem Teilnehmer bewusst ist. Dabei ist es wichtig, dass diese nicht nur abstrakt, sondern in vielen konkreten Einzelheiten im Bewusstsein vorhanden ist. Es empfiehlt sich daher fast immer, im ersten Schritt die Aufgabe aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und in Komponenten zu zerlegen. In manchen Fällen reicht dieser Schritt sogar alleine aus, um Ideen anzuregen.</p>
<p>Eine einfache Möglichkeit, um eine Ideenproduktionsaufgabe zu analysieren, ist die sogenannte &#8220;8P-Technik&#8221;. Acht (englische) Wörter, die alle mit dem Buchstaben &#8220;P&#8221; beginnen, liefern unterschiedliche Sichtweisen auf eine Situation. Sie lauten wie folgt:</p>
<ul>
<li><strong>People:</strong> Wer ist beteiligt?</li>
<li><strong>Places:</strong> Welche Orte sind involviert?</li>
<li><strong>Parts:</strong> Welche physichen oder abstrakten Bestandteile gibt es?</li>
<li><strong>Processes:</strong> Welche Abläufe gibt es?</li>
<li><strong>Parameters:</strong> Was sind die Eigenschaften der gegebenen Siutation?</li>
<li><strong>Policies:</strong> Welche Regeln und Traditionen gibt es?</li>
<li><strong>Purposes:</strong> Welche Ziele werden verfolgt?</li>
<li><strong>Problems:</strong> Welche Probleme gibt es?</li>
</ul>
<p>Würden wir beispielsweise Ideen für einen Supermarkt entwickeln, könnten Beispiele für die 8Ps sein:</p>
<ul>
<li><strong>People:</strong> Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten</li>
<li><strong>Places:</strong> Kasse, Regal, Käsetheke</li>
<li><strong>Parts:</strong> Produkte, Kassen, Werbung</li>
<li><strong>Processes:</strong> bezahlen, Auto beladen, Einkaufswagen schieben</li>
<li><strong>Parameters:</strong> unübersichtlich, voll, schmucklos</li>
<li><strong>Policies:</strong> Ladenschlusszeiten, Selbstbedienung, es muss an der Kasse bezahlt werden</li>
<li><strong>Purposes:</strong> Die Kunden zufriedenstellen, Gewinn machen, den Einkauf schnell erledigen</li>
<li><strong>Problems:</strong> gesuchte Ware fehlt, lange Wartezeiten, Kinder werden ungeduldig</li>
</ul>
<p>Die Analyse kann auch vertieft werden, um immer feiner in die Aufgabenstellung einzutauchen, zum Beispiel:</p>
<ol>
<li><strong>(Aufgabenstellung): </strong>Wir suchen Ideen für die Universität.</li>
<li><strong>Part: </strong>Wir suchen Ideen für das Modul &#8220;Idea Engineering&#8221;.</li>
<li><strong>Part: </strong>Wir suchen Ideen für die erste Idea Engineering-Vorlesung des Semesters.</li>
<li><strong>Part: </strong>Wir suchen Ideen für die letzte Minute der ersten Idea Engineering-Vorlesung des Semesters.</li>
</ol>
<p>Die Fragen 1 und 2 sind zu allgemein, um Ideen anzuregen. Spätestens bei Schritt 4 wird aber nahezu jedem eine Idee einfallen.</p>
<p>Analog führt die folgende Vertiefung zu ergiebigeren Sichtweisen:</p>
<ol>
<li><strong>People:</strong> Kunden  (des Supermarktes)</li>
<li><strong>Parameter:</strong> Berufstätige Kunden</li>
<li><strong>Parameter: </strong>Alleinstehende berufstätige Kunden</li>
<li><strong>Problem:</strong> Alleinstehende berufstätige Kunden haben zu wenig Zeit zum Einkaufen</li>
</ol>
<p>Auch in diesem Beispiel sind die Listeneinträge 3 und 4 besser geeignet, um Ideen anzuregen.</p>
<p>Diese Vorgehensweise beruht auf der Erkenntnis, dass abstrakte Fragen keine Ideen inspirieren können. Anregungen müssen vielmehr bildhaft sein, um zu wirken. Die Konkretisierung und Spezialisierung von Aspekten der gegebenen Situation dient dazu, Bilder in den Köpfen der Ideenfabrik-Teilnehmer zu wecken.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/11/12/aufgabenanalyse-mit-der-8p-liste/' addthis:title='Aufgabenanalyse mit der 8P-Liste ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Werbeideen durch Zeitsprünge II</title>
		<link>http://www.zephram.de/blog/2010/11/07/werbeideen-durch-zeitsprunge-ii-2/</link>
		<comments>http://www.zephram.de/blog/2010/11/07/werbeideen-durch-zeitsprunge-ii-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 17:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Graham</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideenproduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Dimension]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeideen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitsprung]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem früheren Artikel haben wir auf die Arbeit von Jacob Goldenberg, David Mazursky und Sorin Solomon beschrieben. Sie haben sechs Eigenschaften identifiziert, die erfolgreiche Werbeplakate und -spots charakterisieren. Eine dieser Eigenschaften heißt Dimensionsveränderung. Hier entsteht die Werbeidee durch Manipulation einer physikalischen Dimension wie z.B. die Zeit. Dabei wird die Uhr vor- oder zurückgedreht, um [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/11/07/werbeideen-durch-zeitsprunge-ii-2/' addthis:title='Werbeideen durch Zeitsprünge II ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/xx2Slxp0TkM&amp;hl=en&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/xx2Slxp0TkM&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>In einem <a href="http://www.zephram.de/blog/2008/07/24/werbeideen-durch-zeitsprunge/">früheren Artikel</a> haben wir auf die Arbeit von Jacob Goldenberg, David Mazursky und Sorin  Solomon beschrieben. Sie haben  sechs Eigenschaften identifiziert, die erfolgreiche Werbeplakate und -spots charakterisieren.</p>
<p>Eine dieser Eigenschaften heißt <em>Dimensionsveränderung</em>. Hier entsteht die Werbeidee durch Manipulation einer physikalischen Dimension wie z.B. die Zeit. Dabei wird die Uhr vor- oder zurückgedreht, um eine neue Perspektive auf das Produkt zu gewährleisten.</p>
<p>In diesem Spot von Telenor sehen wir eine Szene aus den 1940er Jahren. Ein Mädchen beschreibt das Telefonieren, wobei sie die vielen Funktionen eines modernen Mobiltelefons aufzählt. Diese sind natürlich so weit von dem entfernt, was zu der damaligen Zeit möglich war,  dass es die Erwachsenen um sie herum beunruhigt.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/11/07/werbeideen-durch-zeitsprunge-ii-2/' addthis:title='Werbeideen durch Zeitsprünge II ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Provokation aus der Designhochschule</title>
		<link>http://www.zephram.de/blog/2010/04/02/eine-provokation-aus-der-designhochschule/</link>
		<comments>http://www.zephram.de/blog/2010/04/02/eine-provokation-aus-der-designhochschule/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 08:38:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Graham</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenproduktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Überraschende Ideen entstehen, wenn sie eine unserer Annahmen über die Welt aufheben, d.h. unsere Betriebsblindheit überwinden. Je selbstverständlicher uns eine &#8220;Tatsache&#8221; erscheint, desto origineller erscheint uns eine Idee, die uns beweist, dass diese &#8220;Tatsache&#8221; eine Täuschung gewesen ist. Die Überwindung der Betriebsblindheit ist ein wichtiges Element der Ideenproduktion. Unsere bevorzugte Methode dafür ist die Provokation. [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/04/02/eine-provokation-aus-der-designhochschule/' addthis:title='Eine Provokation aus der Designhochschule ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/landpeel002.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2361" title="landpeel002" src="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/landpeel002.jpg" alt="" width="440" height="294" /></a></p>
<p>Überraschende Ideen entstehen, wenn sie eine unserer Annahmen über die Welt aufheben, d.h. unsere Betriebsblindheit überwinden. Je selbstverständlicher uns eine &#8220;Tatsache&#8221; erscheint, desto origineller erscheint uns eine Idee, die uns beweist, dass diese &#8220;Tatsache&#8221; eine Täuschung gewesen ist.</p>
<p>Die Überwindung der Betriebsblindheit ist ein wichtiges Element der Ideenproduktion. Unsere bevorzugte Methode dafür ist die Provokation. Provokationen sind gezielte Brüche mit etabliertem &#8220;Wissen&#8221;. In früheren Beiträgen habe ich zwei Beispiele für solche Provokationen bei Armbanduhren (<a href="http://www.zephram.de/blog/2009/04/04/eine-verschaerfte-provokation/">Link 1</a>, <a href="http://www.zephram.de/blog/2009/03/22/eine-alte-provokation-wird-wahr/">Link 2</a>) gezeigt.</p>
<p>Das Bild zeigt eine Arbeit des japanischen Studenten <a href="http://shinple.com/">Shin Yamashita</a>, der am Kyoto Institute of Technology studiert. Sein Entwurf ist ein Teppich aus Schaumstoff, der sich auf vielfältige Weise zu verschiedenen Möbelstücken umfunktionieren lässt.</p>
<p>Annahmen, die hier aufgehoben worden sind, lauten</p>
<ul>
<li>Teppiche sind zweidimensionale Objekte.</li>
<li>Teppiche sind (nur) zum Betreten da.</li>
</ul>
<p>Gerade weil diese beiden Annahmen so selbstverständlich sind, erscheint Yamashita&#8217;s Idee so innovativ.</p>
<p>(Bildquelle: <a href="http://www.fastcompany.com/1603934/almost-genius-a-carpet-that-transforms-into-furniture">Fast Company</a>)</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/04/02/eine-provokation-aus-der-designhochschule/' addthis:title='Eine Provokation aus der Designhochschule ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie findet man gute Analogien?</title>
		<link>http://www.zephram.de/blog/2010/01/20/wie-findet-man-gute-analogien/</link>
		<comments>http://www.zephram.de/blog/2010/01/20/wie-findet-man-gute-analogien/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 07:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Graham</dc:creator>
				<category><![CDATA[Idea Engineering]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenproduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Analogie]]></category>
		<category><![CDATA[Attribut]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektivwechsel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Analogietechnik ist die vielseitigste Methode zur Generierung von Perspektivwechseln. Sie lässt sich leicht steuern, um beispielsweise eher naheliegende oder eher exotische Ideen zu produzieren oder um in der Anwendung eher einfach oder eher anspruchsvoll zu sein. Sie kann ein zuverlässiger Ideenlieferant oder ein risikoreiches Experiment sein. Aus diesen Gründen ist sie die von uns [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/01/20/wie-findet-man-gute-analogien/' addthis:title='Wie findet man gute Analogien? ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-2131 aligncenter" title="gerbera" src="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/gerbera.jpg" alt="gerbera" width="429" height="280" /></p>
<p>Die <a href="http://www.zephram.de/blog/2008/07/24/die-analogietechnik/">Analogietechnik</a> ist die vielseitigste Methode zur Generierung von Perspektivwechseln. Sie lässt sich leicht steuern, um beispielsweise eher naheliegende oder eher exotische Ideen zu produzieren oder um in der Anwendung eher einfach oder eher anspruchsvoll zu sein. Sie kann ein zuverlässiger Ideenlieferant oder ein risikoreiches Experiment sein. Aus diesen Gründen ist sie die von uns am häufigsten verwendete Art von Perspektivwechsel.</p>
<p>In ihrer klassischen Form läuft die Analogietechnik in den folgenden drei Schritten ab:</p>
<ol>
<li><strong>Attribut:</strong> Was ist eine Eigenschaft der Ausgangssituation?</li>
<li><strong>Analogie:</strong> Wer oder was sonst hat diese Eigenschaft?</li>
<li><strong>Fremdlösung:</strong> Wie würde dieser die Aufgabe lösen?</li>
<li><strong>Übertragung:</strong> Wie könnten wir diese Lösung auf unsere Situation übertragen?</li>
</ol>
<p>Die Technik kann an Hand der Aufgabe &#8220;<em>Wir suchen Verwendungsmöglichkeiten für einen ehemaligen Kinosaal</em>&#8221; erklärt werden:</p>
<ol>
<li><strong>Attribut:</strong> Es handelt sich um einen größen, hohen Raum</li>
<li><strong>Analogie:</strong> Eine Kirche</li>
<li><strong>Fremdlösung:</strong> Gottesdienste, Musikproben</li>
<li><strong>Übertragung:</strong> Den Kinosaal an religiöse Gruppen und Bands vermieten.</li>
</ol>
<p>Die Qualität der gewonnenen Ideen hängt unmittelbar von der Wahl der Analogie ab. Diese wiederum hängt von dem gewählten Attribut ab. Es ergibt sich also die Frage, was ein gutes Attribut ausmacht. Unsere Erfahrung zeigt, dass gute Attribute die Ausgangssituation auf spezifische Weise charakterisieren müssen. Dies lässt sich am besten an Hand eines Beispiels verdeutlichen. Wir betrachten dazu einen Friseursalon:</p>
<ol>
<li><strong>Attribut:</strong> Befindet sich im Stadtzentrum; <strong>Analogien:</strong> Supermarkt, Hauptbahnhof, Polizeirevier</li>
<li><strong>Attribut:</strong> Ist eine Dienstleistung; <strong>Analogien:</strong> Rechtsanwalt, Gebäudereinigung, Autoreparatur</li>
<li><strong>Attribut:</strong> Unterscheidet zwischen Männern und Frauen; <strong>Analogien:</strong> Arzt, Tanzlehrer, Chorleiter</li>
<li><strong>Attribut:</strong> Macht Menschen schöner; <strong>Analogien:</strong> Schneider, Fitnesstrainer, Schönheitschirurg</li>
</ol>
<p>Attribute 1 und 2 sind zu allgemein; sie führen zu sehr weit gestreuten Analogien. Das Ergebnis werden sehr beliebige Ideen sein; es handelt sich fast um eine zufällige Technik. Es können zwar so gute Ideen entstehen, aber der Anteil an Ausschuss wird sehr groß sein.</p>
<p>Attribute 3 und 4 sind dagegen wesentlich spezifischere Charakterisierungen eines Friseursalons, und sie führen zu zweckmäßigeren Analogien. Die Ideen, die daraus entstehen, werden voraussichtlich besser und der Anteil an brauchbaren Ideen höher sein.</p>
<p>Gute Attribute bzw. Analogien zu finden gehört zur Kunst des Drehbuchautors einer Ideenfabrik. Sie setzt auch eine Investition in Vorbereitungszeit voraus, die sich aber in der Qualität der Ergebnisse auf jeden Fall auszahlt.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/01/20/wie-findet-man-gute-analogien/' addthis:title='Wie findet man gute Analogien? ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine einfache Methode für neue Produktideen</title>
		<link>http://www.zephram.de/blog/2010/01/14/eine-einfache-methode-fur-neue-produktideen/</link>
		<comments>http://www.zephram.de/blog/2010/01/14/eine-einfache-methode-fur-neue-produktideen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 07:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Graham</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideenproduktion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zephram.de/blog/?p=2112</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal werden wir gebeten, im kleinen Rahmen bei der Ideenfindung zu helfen. Wo keine Zeit oder kein Budget für eine gründliche Aufgabenanalyse und Drehbucherstellung vorhanden ist, greifen wir in unseren Werkzeugkasten nach generischen Methoden, die sich schnell und ohne große Vorbereitung durchführen lassen. Ein solche Methode für Produkt- oder Dienstleistungsideen lässt sich mit einer einfach [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/01/14/eine-einfache-methode-fur-neue-produktideen/' addthis:title='Eine einfache Methode für neue Produktideen ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-2113 aligncenter" title="iStock_000000870922XSmall" src="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/iStock_000000870922XSmall.jpg" alt="iStock_000000870922XSmall" width="400" height="300" /></p>
<p>Manchmal werden wir gebeten, im kleinen Rahmen bei der Ideenfindung zu helfen. Wo keine Zeit oder kein Budget für eine gründliche Aufgabenanalyse und Drehbucherstellung vorhanden ist, greifen wir in unseren Werkzeugkasten nach generischen Methoden, die sich schnell und ohne große Vorbereitung durchführen lassen.</p>
<p>Ein solche Methode für Produkt- oder Dienstleistungsideen lässt sich mit einer einfach zu erstellenden Liste durchführen. Diese Liste besteht aus Namen, die bekannte Produkte bzw. Produktvarianten charakterisieren. Hier sind ein paar Beispiele:</p>
<ul>
<li>Exklusiv</li>
<li>Sorglos</li>
<li>Flexi</li>
<li>Light</li>
<li>Basic</li>
<li>Premium</li>
<li>Professional</li>
<li>Eco</li>
<li>Junior</li>
<li>Platin</li>
<li>Sanft</li>
<li>Individuell</li>
<li>Komplett</li>
</ul>
<p>Diese Namen werden wie Krawatten im Laden der Reihe nach &#8220;anprobiert&#8221;, um zu sehen, welche davon gefallen. Dazu werden sie einfach neben dem Namen des Suchenden bzw. dessen aktuellem Angebot geschrieben. Sucht beispielsweise der Hausmeisterservice Müller neue Angebote, sieht das Ergebnis wie folgt aus:</p>
<ul>
<li>Hausmeisterservice Exklusiv</li>
<li>Hausmeisterservice Sorglos</li>
<li>Hausmeisterservice Flexi</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>Mit ein wenig Unterstützung durch den Moderator sollten diese Kombinationen schnell zu neuen Ideen führen.</p>
<p>Natürlich kann diese einfache Methode kein Ersatz für eine maßgeschneiderte Technik sein, aber sie kann für leichte Aufgaben ausreichend sein.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/01/14/eine-einfache-methode-fur-neue-produktideen/' addthis:title='Eine einfache Methode für neue Produktideen ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>15 Business-Provokationen</title>
		<link>http://www.zephram.de/blog/2010/01/09/15-business-provokationen/</link>
		<comments>http://www.zephram.de/blog/2010/01/09/15-business-provokationen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 18:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Graham</dc:creator>
				<category><![CDATA[Idea Engineering]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenproduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Provokation]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Ideenfindungsaufgaben bestehen darin, unbewusste Annahmen zu durchbrechen, um zu sehen, ob das Ergebnis (eine &#8220;Provokation&#8221; in der Sprache des Idea Engineering) zu einer nützlichen Idee führt. Hier sind 15 Provokationen für ein Unternehmen: Führen Sie ein Projekt durch, bei dem Sie einen Verlust machen. Veröffentlichen Sie ein Betriebsgeheimnis. Verringern Sie die Qualität eines Produktes. [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/01/09/15-business-provokationen/' addthis:title='15 Business-Provokationen ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/iStock_000000336559XSmall.jpg"><img class="size-full wp-image-2239 aligncenter" title="iStock_000000336559XSmall" src="http://www.zephram.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/iStock_000000336559XSmall.jpg" alt="" width="284" height="423" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Manche Ideenfindungsaufgaben bestehen darin, unbewusste Annahmen zu durchbrechen, um zu sehen, ob das Ergebnis (eine &#8220;Provokation&#8221; in der Sprache des Idea Engineering) zu einer nützlichen Idee führt.</p>
<p>Hier sind 15 Provokationen für ein Unternehmen:</p>
<ol>
<li>Führen Sie ein Projekt durch, bei dem Sie einen Verlust machen.</li>
<li>Veröffentlichen Sie ein Betriebsgeheimnis.</li>
<li>Verringern Sie die Qualität eines Produktes.</li>
<li>Konzentrieren Sie sich auf Ihren am wenigsten profitablen Kunden.</li>
<li>Sorgen Sie dafür, dass eines Ihrer Produkte veraltet.</li>
<li>Missachten Sie die Wünsche Ihrer Kunden.</li>
<li>Kannibalisieren Sie ein Produkt.</li>
<li>Kündigen Sie einen Kunden.</li>
<li>Stellen Sie jemand ein, der nicht zu Ihrem Unternehmen passt.</li>
<li>Freuen Sie sich über eine Kundenbeschwerde.</li>
<li>Beachten Sie die Benchmarks Ihrer Branche nicht.</li>
<li>Widerrufen Sie eine Regel.</li>
<li>Gestalten Sie eines Ihrer Produkte für einen Nicht-Kunden.</li>
<li>Belohnen Sie einen Mitarbeiter, der einen Fehler macht.</li>
<li>Bitte Sie die Person um eine Idee, die am wenigsten vom Thema versteht.</li>
</ol>
<p>Obwohl diese Provokationen dem gesunden Menschenverstand zu widersprechen scheinen, sind sie alle schon einmal ernsthaft vorgeschlagen worden. #9 und #14 befinden sich beispielsweise unter <a href="http://bobsutton.typepad.com/my_weblog/2006/08/twelve_weird_id.html">Bob Sutton&#8217;s &#8220;Weird Ideas that Work&#8221;</a>, und #4 findet man bei <a href="http://sniukas.tm.mbs.ac.uk/2010/01/04/25-ways-to-reinvent-your-business-part-1/">Marc Sniukas&#8217; &#8220;25 Ways to Reinvent your Business&#8221;</a>.</p>
<p>Eine alternative Interpretation solcher Provokationen besteht darin, sie als Werkzeug zur &#8220;Ausweitung des Bereichs der Kontroverse&#8221; im Unternehmen zu betrachten, <a href="http://timkastelle.org/blog/2009/12/expand-your-sphere-of-controversy-to-improve-innovation/">wie es von Tim Kastelle beschrieben wird</a>.</p>
<p>Provokationen sind die Methode der Wahl, wenn <em>&#8220;so, wie man es immer macht&#8221;</em> oder <em>&#8220;das, was jeder weiß&#8221;</em> ein Hindernis auf dem Weg zu einer innovativen Lösung für ein Problem darstellt.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style addthis_32x32_style" addthis:url='http://www.zephram.de/blog/2010/01/09/15-business-provokationen/' addthis:title='15 Business-Provokationen ' ><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_preferred_4"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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