Archive for the ‘Ideenproduktion’ Category
Graham am Montag, den 27. Juli 2009

Jedes Jahr sparen Unternehmen in Deutschland durch die Ideen ihrer Mitarbeiter mehr als eine Milliarde Euro an unnötigen Kosten ein. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft ist eine Mitarbeiteridee durchschnittlich mehr als 1000 Euro wert. Es ist die Aufgabe des Ideenmanagers, die Ideen der Mitarbeiter zu sammeln und zu bewerten und schließlich dafür zu sorgen, dass die besten unter ihnen verwirklicht werden.
Für den Ideenmanager ist es manchmal ein Problem, aus dem Wissen und der Erfahrung seiner Kollegen vielversprechende Ideen und Lösungsvorschläge zu gewinnen. Hierfür fehlen ihm sowohl die richtige Gelegenheit als auch geeignete Werkzeuge. In solchen Fällen gehen dem Unternehmen Gelegenheiten verloren, seine Prozesse zu verschlanken und somit seine Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen.
Glücklicherweise gibt es eine Methode zur Lösung dieses Problems. Sie besteht aus drei einfachen Schritten:
Tags: Betriebliches Vorschlagswesen, Ideenmanagement, Ideenquote, Kosten sparen, Mitarbeiterideen, Problemlösung, Prozessinnovation, Verbesserungsvorschlag
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Graham am Montag, den 13. Juli 2009

Der Kern jeder effektiven Ideenproduktion ist ein guter Perspektivwechsel. Mit dem Perspektivwechsel wird die Aufmerksamkeit einer Gruppe auf etwas Neues gelenkt, das ihr hilft, neue Ideen zu entwickeln. In der Praxis ist die Formulierung des Perspektivwechsels entscheidend: mit der richtigen Formulierung fließen die Gedanken leicht und schnell, dagegen führt eine ungeeignete Formulierung oft zu Verwirrung und Ratlosigkeit bei den Teilnehmern.
Im Rahmen ihrer gemeinsamen Forschung mit der Universität Magdeburg hat Zephram bereits die verschiedenen Arten von Perspektivwechsel identifiziert, und wir haben spezifiziert, für welche Art von Ideenfindungsaugabe welche Art von Perspektivwechsel am zweckmäßigsten ist. In letzter Zeit beschäftigen wir uns damit, wie diese Perspektivwechsel verständlich präsentiert werden können. Erfahrungen sowohl aus der Universität als auch bei Zephram haben gezeigt, dass die Teilnehmer an einer Ideenproduktion verschiedene Moderationsanweisungen des selben Perspektivwechsels als unterschiedlich schwierig einstufen und dass die Ideenproduktion entsprechend unterschiedlich ergiebig ist.
Tags: Ideenfabrik, Moderation, Provokation
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Graham am Samstag, den 06. Juni 2009

Das wichtigste Prinzip bei der Generierung von Ideen ist der so genannte Perspektivwechsel. Der Perspektivwechsel hat zwei Funktionen: die Befreiung von der Betriebsblindheit und die Herstellung von Anregungen. Es gibt komplizierte, anspruchsvolle Perspektivwechsel, aber auch schlichte und leicht anzuwendende. Je nach Aufgabenstellung und Erfahrung der Teilnehmer setzt der Drehbuchautor für seine Ideenfabrik die passende Art von Perspektivwechsel ein.
Eine einfache Inszenierung, die unterschiedliche Perspektivwechsel zulässt, nennen wir die “Mr. X-Technik”. Wir haben sie nach dem unbekannten Protagonisten des Brettspiels Scotland Yard benannt. “Mr. X” steht hier für eine noch zu benennende Person oder Organisation.
Der Perspektivwechsel mit Mr. X besteht aus Fragen der Form:
- Was würde Mr. X tun?
- Wie würde Mr. X das Problem lösen?
- Was würde uns Mr. X empfehlen?
Dabei setzt man an die Stelle von Mr. X eine Person oder Organisation ein. Dafür kann man vorgefertigte Listen verwenden oder die Ideenfabrik-Teilnehmer selbst welche wählen lassen.
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Graham am Freitag, den 13. März 2009

Der erste Schritt im Innovationprozess ist die so genannte Suchfeldbestimmung. Hier wird als Vorbereitungsschritt festgelegt, auf welchen Gebieten Ideen entwickelt werden sollen. Die Suchfeldbestimmung ist wichtig, um präzise Fragen und Anregungen während der Ideenproduktion zu ermöglichen. Ohne vorherige Festlegung der Suchfelder wird die Streubreite der Ideen zu groß, und viele der Ideen passen nicht zu den Bedürfnissen des Auftraggebers.
Für die Suche nach Ideen für neue Produkte oder für die Verbesserung bestehender Produkte bietet Michel Robert in seinem Buch Product Innovation Strategy eine hilfreiche Liste von Suchfeldern. Unter der Überschrift New Product Opportunities zeigt er 10 Ereignisse bzw. Entwicklungen auf, die Gelegenheiten für neue Geschäftsideen liefern können:
- Unexpected Successes: Wo ist etwas besser verlaufen, als erwartet? Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Ray Kroc. Ihm ist als Verkäufer von Milchshake-Geräten aufgefallen, dass ein kleiner Schnellimbiss ungewöhnlich viele Geräte bestellt hat. Er erkündigte sich, und stellte fest, dass der Laden besonders erfolgreich war. Kroc kaufte einen Anteil, und die Fast-Food-Kette McDonalds war geboren.
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Graham am Sonntag, den 28. September 2008

Ein guter Perspektivwechsel ist der Schlüssel zu einer effektiven Ideengenerierung. Beim Perspektivwechsel ändert man seinen Blick auf die Problemstellung und betrachtet sie zunächst aus einer völlig neuen Richtung. Diese neue Perspektive liefert dann Anregungen zur Lösung der Aufgabe, die man sonst nicht, oder nur nach langem Suchen hätte finden können.
Das klassische Brainstorming (sowie viele andere veröffentlichte Kreativitätstechniken) verwendet keinen Perspektivwechsel. Vielmehr wird der direkte Weg zur Lösung versucht. In einem typischen Brainstorming-Sitzung nennt der Moderator einfach die Aufgabe und wartet am Flipchart auf die Eingebungen seiner Gruppe. Wer an solchen Sitzungen teilgenommen hat, weiß, dass sie selten funktionieren: es werden zunächst nur Geisterideen oder banale Ideen genannt, und nach einer kurzen Weile fällt niemandem mehr etwas ein. Außer allgemeiner Frustration wird kein Ergebnis erzielt.
Tags: Kreativitätstechnik, Perspektivwechsel
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Graham am Montag, den 08. September 2008

Einen Schlüssel zum wirkungsvollen Einsatz vieler Ideenproduktiontechniken bilden die so genannten Attribute. Ein Attribut ist eine Eigenschaft oder ein Merkmal einer Sache. Attribute sind deswegen für die Ideenproduktion wichtig, weil sie Trittsteine hin zu nützlichen Perspektivwechseln sein können.
Attribute eines Fußballs sind beispielsweise:
- Er wird beim Sport eingesetzt.
- Er ist hohl.
- Er schwimmt im Wasser.
- Er eignet sich nicht als Briefbeschwerer.
Attribute können sehr unterschiedlich sein – sie haben ihrerseits Attribute, mit denen man sie klassifizieren kann, z.B.
- konservative bzw. gewagte Attribute
- naheliegende bzw. weit hergeholte Attribute
- allgemeine bzw. spezifische Attribute
Durch die Wahl geeigneter Attribute als Bestandteil der Ideenproduktionstechniken können die Merkmale der erzeugten Ideen gesteuert werden. Die Wahl von Attributen hängt auch vom Auftrag und vom Auftraggeber ab. So sollte man bei einem konservativen Auftraggeber mit gewagten oder provokativen Attributen vorsichtig sein, weil diese ihn schnell überfordern können. Es gehört zur Kunst des Drehbuchautors, passende Attribute für die gegebene Aufgabenstellung zu wählen.
Tags: Analogietechnik, Attribute, Ideenfindung, Ideenproduktion
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Jana am Sonntag, den 07. September 2008

Wieso ist dieser Vulkan ein Hinweis auf die Leichtigkeit Ideen zu produzieren? Dieses Rätsel – lieber Leser – wird am Ende dieses Beitrags aufgelöst. Bis dahin bin ich auf Ihre Fantasie gespannt!
In diesem Blogbeitrag möchte ich mir den Mythos vornehmen, dass nur Kreative gute Ideen entwickeln können. Dem stimme ich nicht zu, denn jeder kann gute Ideen produzieren. Wir brauchen dazu nur die richtigen Fragen! Darüber die richtigen Fragen für Werbeideen zu stellen, hatte Graham in den Beiträgen Werbeideen durch extreme Konsequenzen und Werbeideen durch Zeitsprünge berichtet. Als Beleg dafür, dass dies auch für andere Aufgabenstellung durchführbar ist, möchte ich in diesem Beitrag
- eine Ideenfindungsaufgabe studieren,
- eine eigene Kreativitätstechnik dafür erstellen und
- anschließend zum Test einige Ideen damit produzieren.
Die Ideenfindungsaufgabe:
Zunächst stellen wir uns vor, wir sind Verantwortliche eines der führenden Computerspielhersteller. Da der Wettbewerb hart ist, müssen wir ständig neue Spielideen auf den Markt bringen. Unsere Ideenfindungsaufgabe lautet daher: Wir suchen Ideen für Computerspielszenarien.
Tags: Fragesequenz, Gelenktes Brainstorming, Kreative
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Graham am Samstag, den 06. September 2008

Im Artikel Werbeideen durch Zeitsprunge habe ich die Arbeit von Goldenberg, Mazursky und Solomon besprochen. Sie haben viele Werbebilder untersucht und sechs Eigenschaften identifiziert, die ihrer Meinung nach erfolgreiche Plakate und Spots charakterisieren. Diese Eigenschaften kann man als Anregungen zur Entwicklung von Werbeideen nutzen.
Eine der sechs Eigenschaften nennen die drei Wissenschaftler extreme Konsequenzen. Hier heißt es, ein Bild zu entwickeln, das übertriebene Konsequenzen eines Attributs des beworbenen Produktes zeigt. Laut ihrer Untersuchungsergebnisse wurden etwa 18% aller Spitzenwerbebilder nach diesem Muster gestaltet.
Im Bild oben sehen wir Werbung der Volkswagen AG für den Golf TDI. Die Werbebotschaft ist, dass dieses Auto eine “unglaubliche Beschleunigung” besitze. Nun kann man sich überlegen, was die extremen Konsequenzen einer unglaublichen Beschleunigung sein könnten. Die von Volkswagen (bzw. ihrer Werbeagentur) favorisierte Lösung zeigt einen Hund auf der Rücksitzbank, der durch die Beschleunigung des Autos in die Spalte zwischen Sitzfläche und Rückenlehne gedrückt wird.
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Graham am Sonntag, den 17. August 2008

Ein Sprichwort sagt, es gibt keine wirklich neuen Ideen auf der Welt, sondern nur neue Kombinationen von alten Sachen. Ein Perspektivwechsel, der dieser Erkenntnis Rechnung trägt, ist die Analogietechnik (siehe auch Die Analogietechnik). Mit Analogien betrachten wir ein Problem durch die Augen eines anderen. Durch diesen Perspektivwechsel erkennen wir oft neue Lösungen, die wir für uns selbst übernehmen können.
Zephram setzt Analogien sehr häufig in Kundenprojekten ein. Die häufigste Anwendung ist zur Entwicklung neuer Ideen für Produkte und Dienstleistungen. Richtig eingesetzt funktioniert die Analogiemethode sehr gut – sowohl für Produktverbesserungen als auch für völlig neue Produktideen.
Der erste Schritt bei der Methode besteht darin, sich die Namen von Unternehmen zurechtzulegen, die einem vielversprechend erscheinen. Einige Möglichkeiten für die Auswahl sind:
- Konkurrenten
- Erfolgreiche Unternehmen mit ähnlichen Kernkompetenzen
- Erfolgreiche Unternehmen aus ganz anderen Branchen
- Nichtkommerzielle Organisationen oder Einzelpersonen
Tags: Analogien
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Graham am Dienstag, den 29. Juli 2008

Einführung
Das Buch Blue Ocean Strategy der Professoren W. Chan Kim und Renée Mauborgne der INSEAD Business School in Frankreich ist wohl eines der am meisten beachteten Innovationbücher der letzten Jahre. Darin beschreiben sie, wie Unternehmen mit innovativen Produkten neue Märkte eröffnen und darin konkurrenzfrei wachsen können. Im Buch sind einige Werkzeuge enthalten, die bei der Entwicklung neuer Produkte behilflich sein können.
Eines dieser Werkzeuge ist die so genannte Buyer Utility Map. Diese ist eine Tabelle, die Suchfelder für neue Produkte enthält. Die Zeilen der Tabelle sind so genannte Utility Levers, d.h. Hebel zur Erhöhung des Kundennutzens. Im Original heißen diese Hebel
- Risiko: Das Risiko für den Kunden wird verringert.
- (Kunden-)Produktivität: Der Kunde kann eine Aufgabe mit dem neuen Produkt schneller erledigen.
- Komfort: Das neue Produkt ist komfortabler als das bisherige Angebot.
- Umweltfreundlichkeit: Das neue Produkt ist umweltfreundlicher als das bisherige.
Tags: Blue Ocean Strategy, Buyer Utility Map, Value Innovation
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