Woman in a Carboard Box

Die Unternehmensberatung Roland Berger hat eine Studie zur Commoditisierungsfalle veröffentlicht. Darin wird berichtet, wie Geschäftsführer aus verschiedenen Branchen die Gefahr der Commoditisierung für sich bewerten. Geantwortet haben 420 Chefs hauptsächlich aus zehn verschiedenen Branchen.

Aus unserer Sicht sind die folgenden fünf Erkenntnisse im Bericht am wichtigsten:

  1. Commoditisierung ist in allen untersuchten Branchen vorhanden.
  2. In manchen Industrien ist sie bereits voll im Gange, in anderen steht sie noch am Anfang.
  3. Es sind nicht nur die unteren, sondern auch Premium-Marktsegmente davon betroffen.
  4. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen ist davon betroffen.
  5. Fast zwei Drittel der betroffenen Unternehmen haben noch nicht ausreichend Gegenmaßnahmen getroffen.

Im Bericht werden auch neun Kategorien von „Ausweg“ aus der Falle präsentiert. Auffällig ist, dass fast alle Auswege in Wirklichkeit bestenfalls eine vorübergehende Entschärfung der Situation darstellen. Beispielsweise sind die Ansätze „Produktqualität erhöhen“ und „kostenoptimiertes Design“ Schritte, die von der Konkurrenz sofort nachgeahmt werden können und so keinen wirklichen Ausweg aus der Falle darstellen. Unsere eigene Strategie gegen die Commodity Trap passt am ehesten in die Kategorie „Portfolio strategisch ausrichten“, da sie die Einführung neuer Produkte empfiehlt, die in der Kombination einen strategischen Gesamtwirkung haben.

Quelle: Roland Berger – Escaping the Commodity Trap (PDF)