In Seminaren an Universitäten sollen die Studenten lernen wissenschaftlich zu arbeiten. Üblicherweise erhalten die Seminarteilnehmer die Aufgabe wissenschaftliche Veröffentlichungen zu durchforsten. Anschließend sollen sie neue Lösungsvorschläge erarbeiten und in einem Vortrag vorstellen.

Einmal in der Woche kommen die Seminarteilnehmer zusammen, um sich die Lösungsvorschläge der anderen Teilnehmer präsentieren zu lassen. Dieses Seminarformat war Stefan Knoll (Doktorand an der Universität Magdeburg und Seminarleiter) zu weit von dem realen Geschehen weg.

Denn normalerweise sind Konferenzen die Bühne für Wissenschaftler. Die Thesen eines Wissenschaftlers werden in Form eines Papers auf einer Konferenzen eingereicht. Nach einem Gutachterprozess werden diese Veröffentlichungen zur Vorstellung auf einer Konferenz angenommen oder abgelehnt. Wird eine Veröffentlichung angenommen, so wird der Wissenschaftler zur Konferenz eingeladen, um seine Thesen anderen Wissenschaftlern zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

Nach diesem Vorbild gestaltete der Seminarleiter Stefan Knoll im Wintersemester 07/08 sein Seminar (Computergestützte Ideengenerierung). Die Idee: Das Seminar ist wie eine richtige wissenschaftliche Konferenz – die erste European Netstorming Conference (ENC I) in Magdeburg. Demzufolge mussten die Studenten sich in ein wissenschaftliches Thema einlesen, eigene Thesen aufstellen, ihre Thesen beurteilen lassen und diese anschließend auch vor einem Fachpublikum verteidigen.

Gesagt, getan: Als krönenden Abschluss des Seminars wurden die Thesen der Seminarteilnehmer auf einer Konferenz (ENC I Conference) vorgestellt. Im Rahmen dieser Konferenz durfte ich einen kleinen Beitrag zur Inszenierung leisten. Als erste Entwicklerin von Netstorming hielt ich den Keynote Vortrag. Die Inszenierung fand ich sehr spannend, endlich Wissenschaft hautnah auch für Studenten. Tolle Idee!

Meinen Keynote Vortrag möchte ich hier gern vorstellen. Aus der Sicht der Wirtschaft liste ich einige Anforderungen an eine computergestützte Ideengenerierung auf. Viel Spaß beim Blättern!

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