Janas Seminar

Als Unternehmen möchten wir nicht nur gut wirtschaften, sondern auch unserer Region Sachsen-Anhalt einen zusätzlichen Mehrwert bieten. Dazu unterstützen wir durch unser Wissen und unsere Erfahrungen Vereine und gemeinnützige Organisationen. Im September 2008 haben wir den UniMentor e.V. unterstützt. Wie und was genau geschah, stelle ich im Folgenden vor.

Wer ist UniMentor?

UniMentor ist ein Projekt, welches es sich zum Ziel gemacht hat, die Betreuung von Studenten bundesweit zu verbessern, indem an den Hochschulen ein institutionalisiertes Mentoring etabliert wird. Dadurch wollen wir einen Beitrag leisten, die Hochschulabsolventen von morgen zu qualifizierteren und besser ausgebildeten Persönlichkeiten heranwachsen zu lassen.

Beim Mentoring hilft ein älterer Student (der Mentor) jüngeren Studenten (den Mentees) beim Studium. Dazu gehören Kenntnisse des Aufbaus der Hochschule und des Studiengangs, Hilfestellung für das Lernen und die Vorbereitung auf Prüfungen und nicht zuletzt auch Tipps, was man in der Stadt alles machen kann. Der UniMentor e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Mentoren zu gewinnen, zu motivieren und auf ihre Aufgabe vorzubereiten. Dazu bietet UniMentor kurz vor Semesterbeginn Schulungen für Mentoren an. Im September habe ich während einer solchen Schulung ein Seminar durchgeführt.

Das Seminar habe ich durchgeführt, weil ich mir selbst als Studienanfänger einen Mentor gewünscht habe und das Projekt UniMentor unterstützenswert finde. Außerdem war ich in meinem letzten Studienjahr selbst Mentor. Daher finde ich es wichtig, dass sich Mentoren ihrer verantwortungsvollen Rolle bewusst sind und diese auch gut ausüben können.

UniMentor hat sich gewünscht, dass die Teilnehmer nach meinem Seminar wissen, wie sie gute Mentoren sein können. In meinen Augen eignen sich für solch eine Aufgabe Vorbilder sehr gut.

Ein passendes Vorbild für die Beziehung Mentor zu Mentee war für mich die Beziehung Unternehmen zu Kunde. Der Vorteil an diesem Vorbild ist, ich kann mir von ihm bereits vorhandene Lösungen „abgucken“. Gerade dieses Vorbild bietet enorm viel Material zum Lernen.

Im Seminar habe ich den Mentoren die Wertschöpfungskette eines Unternehmens anhand von einigen Beispielen vorgestellt. Gemeinsam haben wir dies dann auf die Situation der Mentoren übertragen und uns Antworten auf folgende Fragen überlegt:

  1. Wie ticken Mentees?
  2. Was brauchen und wünschen sich Mentees?
  3. Welche Probleme hat ein Mentee?
  4. Was kann ein Mentor tun, um dem Mentee bei diesen Problemen zu helfen?
  5. Wie erreicht ein Mentor seine Mentees?

Mit Beispielen aus der Wirtschaft und im Dialog haben die Mentoren ein besseres Bild über ihre Mentees und ihre Bedürfnisse gewonnen. Außerdem haben wir einige individuelle Angebote der Mentoren an die Mentees im Seminar erarbeitet.

Die Rückmeldungen der Mentoren waren sehr gut. Nach dem Seminar haben sie sich auf das kommende Semester gut vorbereitet gefühlt. Mir hat das Seminar viel Freude bereitet und ich hoffe, dass die Mentoren jetzt gestärkt in das Wintersemester gehen. Viel Erfolg!

Bildquelle: UniMentor e.V.