Ideen für Werbebilder finden

Wie findet man Ideen für Werbebilder? Was vielleicht geheimnisvoll erscheint, ist in Wirklichkeit ganz einfach – wenn man die richtigen Methoden kennt.

Die Wissenschaftler Jacob Goldenberg, David Mazursky und Sorin Solomon haben 1999 in einer wissenschaftlichen Studie Hunderte von erfolgreichen Werbebildern analysiert. Sie haben herausgefunden, dass die Bildideen sich durch wenige Prinzipien erklären lassen. Dadurch erhält man eine wirksame Methode, um neue Werbebilder zu entwickeln.

In diesem Beitrag erklären wir einige dieser Prinzipien und zeigen Beispiele für Werbebilder, die ihnen entsprechen.

Analogie

Bei diesem Prinzip wird etwas gezeigt, was eine Analogie zum beworbenen Produkt oder zu einem Aspekt des Produktes ist. Dabei kann die Analogiebildung ruhig übertrieben werden.

Im ersten Bild sehen wir Werbung für Audi-Werkstätten. Die Botschaft lautet, „Unsere Werkstätten halten Ihr Auto in Form“ Das Bild entsteht durch die Analogiefrage, „Wer oder was sonst hält Sachen in Form?“

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Checkliste Workshop vorbereiten

checkliste

Checkliste Workshop vorbereiten

Anspruchsvolle Workshops bedürfen einer sorgfältigen Vorbereitung. Hier ist eine Checkliste der wichtigsten Aufgaben.

Planung

Lange vor dem Workshop muss der Auftrag genau feststehen, und die Teilnehmer müssen sich den Termin vormerken können:

  • Zielsetzung und Randbedingungen mit dem Auftraggeber vereinbaren
  • Teilnehmer rechtzeitig(!) einladen

Teilnehmer

Dieses Thema wird oft unterschätzt:

  • Workshop-Infos (Anfahrtsbeschreibung, Workshop-Ziele, Kleiderordnung, …) rechtzeitig versenden
  • Teilnehmer mit besonderen Aufgaben (z.B. Gastreferenten) über ihre Pflichten informieren

Produktion

Es gibt verschiedene Produktionsaufgaben, die in der Woche vor dem Workshop zu erledigen sind:

  • Drehbuch erstellen
  • Arbeitsmaterial (Arbeitsbögen, Flashcards, …) herstellen
  • Requisitenliste erstellen
  • Geräte (Akkus, Druckerpatronen, …) prüfen
  • Namensschilder anfertigen
  • ggf. Einkaufen

Veranstaltungsort

Es hilft dem Hotel, wenn es rechtzeitig über die Veranstaltung informiert wird:

  • Raumaufbau und -ausstattung mit dem Hotel abstimmen
  • Pausenzeiten und Verpflegung mit dem Hotel abstimmen

Geschäftsideen finden mit der PERFECT-Checkliste

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Um Geschäftsideen zu finden und zu bewerten, empfiehlt es sich, deren Kundennutzen zu betrachten. Die Erklärung dafür ist einfach: Der Nutzen ist der Grund für den Kunden, sein Geld auszugeben; Produkte und Dienstleistungen ohne Nutzen finden keine Abnehmer.

Natürlich sind die Fragen “Wie können wir den Nutzen unseres Produktes erhöhen?” bzw. “Wie hoch ist der Nutzen dieser Produktidee?” viel zu abstrakt, um in einem Workshop zur Ideenproduktion sinnvoll eingesetzt zu werden. Es braucht eine Konkretisierung der Fragen, damit sie für die Workshopteilnehmer hilfreich sind. Wir haben daher die PERFECT-Checkliste entwickelt, die unsere Klienten bei der Aufgabe unterstützt, ihre Produkte zu verbessern und zu ergänzen.

Obwohl es unzählige Produkte und Dienstleistungen gibt, ist die Liste der Nutzenarten sehr kurz – sie hat nur sieben Einträge. Die Liste kann man sich durch den Akronym PERFECT leicht merken. Wir haben in einer kleinen Artikelserie die verschiedenen Nutzenarten kurz beschrieben und fassen sie hier nochmal kurz zusammen:

Kompaktwissen Ideenfindung

kompaktwissen ideenfindung

Ideenfindung und Innovation

Ideenfindung (oder Ideengenerierung, Ideenproduktion) ist die gezielte Entwicklung von Ideen zur Lösung einer bestimmten Aufgabe. Sie ist ein wichtiges Werkzeug im Innovationsprozess: Zu den wichtigsten Ideenfindungsaufgaben zählen neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle sowie Prozessverbesserungen.

Gruppen und Workshops

Ideenfindung findet oft in einer Gruppe statt – moderierte Ideenworkshops sind ein fester Bestandteil des Innovationsprozesses. Die Techniken zur Ideenfindung sind zwar alle auch für Einzelpersonen anwendbar, aber die Vielfalt der Kenntnisse und Erfahrung einer Gruppe hat einen erheblichen Mehrwert. Oft entstehen die besten Ideen durch die Kombination von Beiträgen von zwei verschiedenen Menschen.

Fünf Phasen der Ideenfindung

Es gibt verschiedene Ansätze zur Ideenfindung, die man einzeln oder in Kombination verwenden kann. Diese nennen wir Acclimatize, Prime, Stimulate, Combine and Enhance, die zusammen die fünf Phasen der Ideengenerierung ergeben.

Willkommen bei Impulse für Innovation

Herzlich Willkommen beim Blog der Zephram GbR! Hier veröffentlichen wir regelmäßig Beiträge über Ideen und Innovation, die durch unsere Arbeit als Innovationsdienstleister inspiriert werden.

Unsere Kernkompetenz ist die erste Innovationsphase. Wir planen und moderieren Workshops für neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Wir bieten auch Unterstützung beim Innovationsmanagement und Training in Ideenfindung und Ideenbewertung. Unsere Spezialität sind die Drehbücher, die wir für jeden Ideenworkshop oder Innovationsworkshop individuell vorbereiten.

Nutzen Sie einfach die Kategorien in der Seitenleiste oder stöbern Sie in unseren Hauptbeiträgen:

Kompaktwissen Ideenfindung

Kompaktwissen Ideenbewertung

Kompaktwissen Geschäftsmodellinnovation

Kompaktwissen Innovationsmanagement

Discovery-Driven Innovation

Projektbeispiele

 

Und nun wünschen wir Ihnen gute Unterhaltung!

Probleme der Nutzwertanalyse #2: Nicht-Vergleichbarkeit der Bewerter

Nutzwertanalyse - Vergleichbarkeit der Bewerter

Jeder Student weiß es: die Note 1 ist bei Professor A deutlich leichter zu bekommen als bei Professor B. Das macht es schwer, das Abschlusszeugnis zu interpretieren. Das selbe Problem hat die Nutzwertanalyse, wenn mehrere Meinungen im Spiel sind, was im Unternehmen normalerweise der Fall ist. Jeder Bewerter hat ein anderes Bild der Idee im Kopf, eine andere Vorstellung der Bewertungskriterien, und natürlich hat auch jeder ein anderes Hintergrundwissen.

Was macht man, wenn beim Bewertungskriterium Marktdynamik Mitarbeiter A einer Idee 9 Punkte gibt, seine Kollegin B aber nur 2 Punkte? Sollte man den Mittelwert bilden und der Idee 5,5 Punkte geben? Damit wäre sie höchst mittelmäßig. Was ist, wenn Herr A im Marketing arbeitet, Frau B aber im Vertrieb?

Nach unserer Erfahrung wird in den Unternehmen immer der Mittelwert aller Bewertungen genommen. Diese Praxis ist gefährlich, weil sie die Tendenz der Nutzwertanalyse zu Mittelmaßbildung fördert, obwohl Ideen herausstechen müssen, um erfolgreich zu sein.

Probleme der Nutzwertanalyse #1: Nicht-Vergleichbarkeit der Kriterien

Nutzwertanalyse

Das erste Problem bei der Nutzwertanalyse ist die potentielle Nicht-Vergleichbarkeit der Bewertungskriterien. Ergebnisse von unterschiedlichen Kriterien werden zusammengerechnet, obwohl dies unter Umständen gar nicht realistisch oder wünschenswert ist. Diese Eigenschaft wird Inkommensurabilität (= nicht zusammen messbar) genannt.

Bei der Nutzwertanalyse müssen alle Einzelbewertungen durch Zahlen dargestellt werden, damit die Gesamtbewertung durch einfache Addition berechnet werden kann. Dies könnte für zwei Produktideen A und B wie in der Titelgrafik olgt aussehen.

Es werden zwei Bewertungskriterien betrachtet: Marktgröße und Time to Market. Die Stärke von Idee A ist Time to Market (8 Punkte), die Stärke von Idee B ist Marktgröße (7 Punkte). Beide Ideen erhalten 5 Punkte beim jeweils anderen Kriterium. Idee A gewinnt mit 65 Punkten gegenüber Idee B mit 60 Punkten.

Die Nutzwertanalyse im Innovationsmanagement

Tabelle der Nutzwertanalyse

Einführung

Die Nutzwertanalyse ist eine Methode zur Bewertung und Auswahl von Ideen, die im Innovationsmanagement häufig Anwendung findet. Sie hat den Vorteil, mit mehreren Bewertungskriterien gleichzeitig umgehen zu können. Sie wurde in Deutschland Anfang der 1970er Jahre durch die Dissertation von Christof Zangemeister bekannt. Sie wird auf Englisch (weighted) scoring model oder weighted sum model genannt.

Das Ergebnis der Methode ist eine einzelne Bewertungszahl für jede Idee, wobei größere Zahlen bessere Ideen kennzeichnen. Auf diese Weise erkennt man die beste Idee mit einem Blick, und es ist leicht, ein vollständiges Ranking aller Ideen zu bilden. Die Methode wird häufig empfohlen und findet oft Einsatz in Unternehmen im Rahmen ihres Innovationsprozesses. Sie bildet auch einen Teil der VDI-Richtlinie 2225.

Theoretische Voraussetzungen

Die Nutzwertanalyse geht von einigen theoretischen Annahmen aus. Nur, wenn alle erfüllt sind, sind die Schritte und die Schlussfolgerungen aus dem Verfahren zulässig.

Wider die Nutzwertanalyse in der Ideenbewertung

Nutzwertanalyse Tabelle

Die Nutzwertanalyse ist eine weit verbreitete Methode zur Ideenbewertung, die aber gravierende Schwächen hat. Sie hat zwar den Vorteil, übersichtlich und nachvollziehbar zu sein, und sie kann mit mehreren Ideen und Bewertungskriterien gleichzeitig umgehen. Die Methode hat aber entscheidende Nachteile, die zu offensichtlichen, aber auch zu subtilen Problemen führen können. Das Ergebnis dieser Nachteile sind irreführende Bewertungsergebnisse, die zur Auswahl der falschen Ideen führen können.

Die Nachteile der Netzwertanalyse sind

  • Inkommensurabilität der Bewertungen. Das Verfahren verlangt den Vergleich von Äpfeln mit Birnen.
  • Inkommensurabilität der Bewerter. Die Urteile zweier Bewerter sind schwer zusammenzuführen.
  • Unmöglichkeit der Zahlenangabe. Es ist meistens nicht angemessen, Einzelbewertungen als Zahlenwert anzugeben.
  • Trügerische Genauigkeit. Die Ergebnisse scheinen genauer zu sein, als sie in Wirklichkeit sind.
  • Abhängigkeiten unter den Kriterien. Das Verfahren braucht unabhängige Kriterien. Das sind sie aber oft nicht.
  • Bevorzugung von Mittelmaß. Das Verfahren bestraft hervorragende Ideen und begünstigt mittelmäßige Ideen.

Innovationsprozesse bevorzugen Mittelmaß

probabilities 2Seth Godin hat einmal geschrieben, Es gibt keine Korrelation zwischen der Qualität Ihrer Idee und der Wahrscheinlichkeit, dass sie von Ihrer Organisation verwirklicht wird. Wir glauben – zumindest für große Organisationen – dass die Situation sogar noch schlimmer ist.

Nach unserer Erfahrung gibt es sehr wohl einen Zusammenhang zwischen der Qualität einer Idee und der Wahrscheinlichkeit für ihre Verwirklichung. Verschiedene Kräfte im Unternehmen sorgen dafür, dass der Innovationprozess mittelmäßige Ideen bevozugt.

Schlechte Ideen sollten natürlich niemals verwirklicht werden. Allein der gesunde Menschenverstand reicht in der Regel, schlechte Ideen zu erkennen. Allerdings kommt es dennoch gelegentlich vor. Der Grund dafür ist ein fehlerhaftes Innovationsmanagement, das es versäumt, die schlechten Ideen rechtzeitig zu eliminieren. Zombie-Projekte gehören zu dieser Kategorie.