The Innovation Hype Cycle


hype cycle

While listening to a presentation by Gartner Inc. recently, I learned about the Gartner Hype Cycle. Gartner consults in the field of information technology, and they developed the hype cycle in the 1990s as a way to visualise the phases the media go through when reporting on a new technology. Gartner claims that, in 1999, they used this tool to predict the Internet bubble of 2000.

According to the Gartner model, media coverage of a new technology goes through five distinct phases:

  1. Trigger. The new technology is presented to the world, for example as a scientific discovery or a product launch.
  2. Inflated Expectations. In the second phase, a large amount of publicity generates over-enthusiasm and unrealistic expectations.
  3. Disillusionment. Technologies fail to meet expectations and quickly become unfashionable. Consequently, press coverage diminishes rapidly.
  4. Enlightenment. A small number of businesses or universities develop an understanding of how the technology can be used appropriately.

Ein Zitat aus der Selbsthilfe-Literatur

Der amerikanische Autor Zig Ziglar hat einmal gesagt:

Das meiste Unglück kommt daher, dass man das wählt, was man jetzt haben will, statt das, was man am meisten haben will.

Ganz ähnlich lautet eine Definition von Selbstdisziplin in der Selbsthilfe-Literatur:

Selbstdisziplin heißt, das zu wählen, was man am meisten haben will, statt der Versuchung nachzugeben und das zu wählen, was man jetzt haben will.

Im persönlichen Bereich setzt der Erfolg eine langfristige Perspektive voraus sowie die Bereitschaft, im Sinne dieser Perspektive zu handeln.  Dieses Handeln kann jedoch oft unbequem sein, und es steht häufig in Konkurrenz mit angenehmeren Alternativen, die eine sofortige Befriedigung versprechen. So muss sich ein Student entscheiden, ob er sich abends lieber auf eine Prüfung vorbereitet oder mit seinen Freunden ins Lokal geht, ein Sportler hat die Wahl zwischen Trainieren und Faulenzen, und nahezu jeder Erwachsene, der schlank bleiben will, muss täglich zwischen gesunder Ernährung und ungesunden (aber leckeren!) Sußigkeiten entscheiden.

Forschung ist nicht gleich Innovation!

bullinger

Das Wort „Innovation“ wird seit einigen Jahren inflationär gebraucht. Es taucht inzwischen in zahlreichen Unternehmensprofilen und Sonntagsreden von Politikern auf. Wie bei einer Währung führt die Inflation auch bei einem Begriff zu einer Entwertung: Wenn jeder behauptet, innovativ zu sein, hat die Behauptung bald keine Aussagekraft mehr.

Auch die Hochschulen fördern diesen Trend. So taucht das Wort immer häufiger in den Selbstdarstellungen der Universitäten auf. Viele Professoren sind auch der Meinung, weil sie wissenschaftliche Forschung betreiben, wären sie schon qua Amt innovativ. Dabei sind sie möglicherweise kreativ, aber Kreativität ist nicht gleichbedeutend mit Innovation.

Der Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger, hat diesem Missverständnis folgenden hübschen Spruch entgegengesetzt:

Forschung ist die Verwandlung von Geld in neues Wissen; Innovation ist die Verwandlung von neuem Wissen in Geld.

Universitäten nehmen gerne Geld entgegen, um daraus neues Wissen zu erzeugen, aber wie viele von ihnen nehmen auch die Strapazen und Risiken des umgekehrten Weges auf sich?

Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten!

rosa elefant

Woran müssen Sie denken beim Lesen der Überschrift? Ja, Sie denken sofort an einen rosa Elefanten. Egal was ich in der Überschrift geschrieben hätte: Sie müssten unweigerlich an das denken, was ich mit meinem Stichwort ausgelöst hätte – Denkverbot oder nicht. Dieser Effekt ist gerade für Moderatoren von Innovationsworkshops wichtig, denn ihnen ist es wichtig Diskussionen richtig zu lenken. Der „Rosa-Elefanten-Effekt“ kann einen Moderator behindern allerdings auch fördern…

Der negative Effekt ist: Das ausgesprochene Verbot an einen rosa Elefanten zu denken, lässt uns unweigerlich eben dieses tun. Unsere Gedanken sind gefangen und schlimmer noch, wir können uns nur schwer wieder von diesem Gedanken lösen. Nicht das, was der Autor erreichen wollte. Leitet ein Moderator nun einen Innovationsworkshop mit einem Verbot ein, erreicht er mitunter das Gegenteil: Denken Sie in diesem Workshop nicht an unsere bisherigen Produkte. Denken Sie frei.

Vorsicht: Hotelwerbung!

vorsicht hotelwerbung

Vor Kurzem haben wir einen Innovationsworkshop für einen Kunden in einem Vier-Sterne-Hotel durchgeführt. Dieses Hotel wirbt mit seinem „Perfect Meeting Concept“, das in jedem Raum an der Flipchart prangt. Leider war der Raum für das Arbeiten völlig ungeeignet: Die Decke hing tief, die Fenster waren klein, und es gab nur eine Dämmerbeleuchtung, die sich zudem nicht regeln ließ. Darüber hinaus schien das Hotelpersonal nicht auf die Betreuung von Workshops vorbereitet zu sein.

Seminare und Workshops scheinen ein lukraktives Geschäft zu sein, denn nahezu jedes Hotel bietet heutzutage entsprechende Pakete an. Nach unserer Erfahrung erfüllen aber die wenigsten von ihnen auch nur die Grundbedingungen für ein gelungene Veranstaltung – selbst wenn sie vier Sterne über der Eingangstür hängen.

Countdown -53

Zephram feiert heute wieder einen ganz besonderen Tag im Leben seines Namensgebers. Der 5. April 2063 ist der Tag an dem der Wissenschaftler Zephram Cochrane seinen ersten Warp-Flug in das Weltall wagt und auf eine außerirdische Spezies trifft – heute in genau 53 Jahren also. In Vorfreude auf dieses Ereignis feiern wir heute schon.

Zephram Cochrane ist ein Wissenschaftler aus der Science Fiction Serie Star Trek. Die Geschichte dahinter findet Ihr in unserem Blogbeitrag vom letzten Jahr „Countdown -54„.

Eine Provokation aus der Designhochschule

design provokation

Überraschende Ideen entstehen, wenn sie eine unserer Annahmen über die Welt aufheben, d.h. unsere Betriebsblindheit überwinden. Je selbstverständlicher uns eine „Tatsache“ erscheint, desto origineller erscheint uns eine Idee, die uns beweist, dass diese „Tatsache“ eine Täuschung gewesen ist.

Die Überwindung der Betriebsblindheit ist ein wichtiges Element der Ideenproduktion. Unsere bevorzugte Methode dafür ist die Provokation. Provokationen sind gezielte Brüche mit etabliertem „Wissen“. In früheren Beiträgen habe ich zwei Beispiele für solche Provokationen bei Armbanduhren (Link 1, Link 2) gezeigt.

Das Bild zeigt eine Arbeit des japanischen Studenten Shin Yamashita, der am Kyoto Institute of Technology studiert. Sein Entwurf ist ein Teppich aus Schaumstoff, der sich auf vielfältige Weise zu verschiedenen Möbelstücken umfunktionieren lässt.

Annahmen, die hier aufgehoben worden sind, lauten

  • Teppiche sind zweidimensionale Objekte.
  • Teppiche sind (nur) zum Betreten da.

Gerade weil diese beiden Annahmen so selbstverständlich sind, erscheint Yamashita’s Idee so innovativ.

Studie zeigt: Offene Ideenfindung funktioniert kaum

Robert Cooper und Scott Edgett (die für den Stage-Gate-Prozess bekannt sind) haben 18 Methoden zur Gewinnung von Produktideen verglichen. Ihr Artikel zeigt die Ergebnisse einer Umfrage unter 160 Unternehmen und heißt „Ideation for Product Innovation: What are the best methods?„.

Dieser Bericht wirft einige interessante Fragen auf; für mich am Wichtigsten waren aber die Erkentnisse zu externen Ideenquellen.

Die Öffentlichkeit um Ideen zu bitten ist zur Zeit eines der Modethemen in Innovationskreisen. Solches Crowdsourcing wird von einigen als Heiliger Gral der Ideengenerierung gesehen: man erhält Tausende von Ideen von einer diversen Gruppe von Menschen praktisch zum Nulltarif. Dies wird oft – aber dennoch fälschlicherweise – als „Open Innovation“ bezeichnet. (Tatsächlich ist Open Innovation ein viel breiteres und tieferes Konzept.)

Cooper und Edgett zeigen im Artikel, dass die beiden Methoden dieser Art (die sie „External submission of ideas“ bzw. „External idea contest“ nennen) die geringste Wirksamkeit aller untersuchten Methoden aufweisen. (Sie waren übrigens auch die am wenigsten beliebten Methoden.)

Geschäftsideen sind überall

geschäftsideen

In Kürze fahre ich wieder in die Vereinigten Arabischen Emirate, um an der Universität einen Kurs über Kreativität, Innovation und Entrepreneurship zu geben. Während dieses Seminars helfe ich den Studentinnen, eigene Geschäftsideen zu entwickeln und zu bewerten. Die erfolgreichsten unter ihnen erhalten Startkapital von einer Stiftung, um damit ihr Unternehmen zu gründen.

Zur Generierung der Geschäftsideen setze ich natürlich verschiedene Ideenproduktionstechniken ein. Ich zeige den Teilnehmerinnen aber auch, dass sie von Geschäftsgelegenheiten umgeben sind, und dass es eigentlich genügen würde, ihr Umfeld aufmerksam zu beobachten. Zum Beweis zeige ich Artikel aus den Lokalzeitungen, die den Kern einer Geschäftsidee in sich tragen.

Hier ist ein Beispiel aus der Zeitung Gulf News (meine Übersetzung und Zusammenfassung):

How Do You Ask a Crowd For Ideas?

crowd

Tim Kastelle writes a blog on innovation called Innovation Leadership Network. In a recent article called Filtering, Crowdsourcing and Innovation he discusses crowdsourcing for innovation. There he states that one of the conditions for success is that you must ask a question.

None of the crowdsourcing portals in the Internet that I know do this. Instead, they simply say, „Citizens of world, send us your ideas!“ I agree with Tim that this is not a promising approach, and the many failed initiatives that are out there confirm this; they receive thousands of ideas, of which only a very small number – if any – are good enough to be implemented.

Tim’s article raises an interesting question for companies using idea portals, namely: „What question should we ask?“ As anyone who facilitates ideation workshops knows, the more precise the question, the better the answers will be.