Key Innovation Lessons in 2009

Crossing 2009 and writing 2010 on a blackboard.

Every year, Chuck Frey at innovationtools.com invites innovation authors and experts to submit their Key Innovation Lessons from the past twelve months. He then publishes the compilation on the website.

Here is my submission for 2009:

In 2009 I realised the extent to which innovation is dependent on cycles and fashion.

Cycles: For most of the year, while the financial crisis was on everyone’s minds, innovation activity dropped dramatically, and then suddenly in the fourth quarter, when companies started to believe that the crisis was essentially over, activity exploded. It seems that innovation is still widely perceived as a luxury, rather than a necessary and continuous investment.

Fashion: Both the innovation market (clients and consultants) and the media (journalists and bloggers) are slaves to fashion. An innovation fashion is something that (a) has actually been around for a long time, (b) is widely misunderstood, (c) is marketed as a silver bullet by media and consultants alike. In 2009, the reigning fashion was Disruptive Innovation, and the new challenger was Open Innovation.

12 Dinge, die in diesem Jahrzehnt verschwanden

obsolete_animated

In wenigen Tagen geht das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends zu Ende. In diesen zehn Jahren gab es viele Innovationen, die den Alltag verbessert haben. Hier ist eine Liste meiner persönlichen Favoriten, zusammen mit den Innovationen, die sie überflüssig gemacht haben:

  1. Fernsehantennen: Kabel, Satellit
  2. Videogeräte: DVD
  3. Schreibmaschinen & Durchschreibpapier: Personal Computer
  4. Karteikarten: Computer & Datenbanken
  5. Stenographie: Digitale Diktiergeräte & Personal Computer
  6. Floppy Disks: USB-Sticks
  7. Landkarten & Stadtpläne: GPS & Google Maps
  8. Enzyklopädien & Gelbe Seiten: Internet
  9. Kleinanzeigen: Internet
  10. Musik-CDs: iTunes
  11. Analoge Kameras & Diaprojektoren: Digitale Kameras & Beamer
  12. Schlange stehen für Zug- und Flug-Tickets: Online-Kauf mit Selbstdruckmöglichkeit

Es gibt bereits einige Prognosen für Dinge, die im kommenden Jahrzehnt verschwinden werden. Dazu gehören:

  1. Telefonanschlüsse
  2. Faxgeräte
  3. Gedruckte Bücher
  4. Zeitungen
  5. Das klassische Präsenzstudium

Wie schätzen Studenten Idea Engineering ein?

Red pencil and questionnaire

Die ersten Studien zu Idea Engineering haben wir im Jahr 2004 an der Universität Magdeburg durchgeführt. Unser erster Schritt war die Sichtung möglichst vieler Kreativitätstechniken, um ihre gemeinsamen Grundprinzipien zu ermitteln. Kurze Zeit später haben wir die ersten Ideenfindungsprojekte durchgeführt und die Lehrveranstaltung „Idea Engineering“ konzipiert. Inzwischen haben wir Idea Engineering schon zehn mal durchgeführt, und es haben insgesamt mehr als 250 Studenten daran teilgenommen.

In dieser Lehrveranstaltung lernen die Studenten die Grundlagen der Ideenproduktion und der Ideenbewertung, die sie in vielen praktischen Übungen selbst anwenden können. Die Studenten werden am Anfang des Semesters in Teams eingeteilt, und jedes Team muss bis zum Semesterende einen Ideenproduktionsauftrag akquirieren und durchführen. Dazu gehört, eine Ideenfabrik zu konzipieren, die sie selbst moderieren und bewerten. Die Aufträge kommen typischerweise von Unternehmen oder Vereinen aus der Region, die Ideen für Marketingmaßnahmen oder neue Produkte suchen.

Von U-Booten und Stinktieren (2)

Im Januar habe ich einen Artikel für die Financial Times Deutschland geschrieben „Von U-Booten und Stinktieren“. Der Artikel ist als Kommentar in der Reihe „Die kreativen Zerstörer der deutschen Wirtschaft“ erschienen. Nun hat Redakteur Nikolaus Förster das entsprechende Buch zur Serie im FinanzBuch Verlag herausgegeben.

Das Buch erklärt, warum – im Sinne von Joseph Schumpeter – die Wirtschaft Unternehmensgründer braucht, die mit ihren Ideen das Althergebrachte zerstören und durch neue, bessere Lösungen ersetzen. Es zeigt auch, mit wie vielen Hürden ein Existenzgründer zu kämpfen hat.

Das Buch enthält Porträts von 50 deutschen Unternehmensgründern und zeigt wie sie ihre Ideen mit viel Beharrlichkeit trotz Widerstände durchgesetzt haben. Das Buch enthält auch eine DVD mit Interviews aller Gründer.

Das Buch ist für jeden empfehlenswert, der sich für Unternehmensgründung in Deutschland interessiert oder sich von erfolgreichen Vorbildern motivieren lassen will.

Zwei Schlüsselfragen für Geschäftsideen

Grafik1

Wann ist eine Geschäftsidee vielversprechend? Dies ist die Kernfrage aller Innovationsprojekte, in denen neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle entwickelt werden sollen. Um sie zu beantworten, gibt es eine Vielzahl von Prüfkriterien, die bei der ausführlichen Bewertung neuer Ideen zur Anwendung kommen. Letzten Endes aber kommt es auf nur zwei Kriterien an: Einmaligkeit und Kundennutzen.

Der Kundennutzen gibt an, welches Kundenproblem durch ein Angebot gelöst wird bzw. welcher Kundenwunsch dadurch erfüllt wird. Er sagt auch etwas darüber aus, wie wichtig diese Lösung für den Kunden ist. Der Kundennutzen ist die Voraussetzung dafür, dass überhaupt eine Nachfrage für das Angebot geben wird. Je größer der Nutzen, desto mehr wird ein Kunde bereit sein, dafür zu bezahlen.

Eine Lösung ist einmalig, wenn es für den Kunden keine gleichwertige Alternative dazu gibt. Dies bedeutet sowohl, dass alle Alternativen minderwertig sind, als auch dass der Anbieter dieser Lösung am Markt der einzige ist (und nach Möglichkeit auch bleiben wird!) Geringe Einmaligkeit bedeutet großer Wettbewerb und folglich geringe Flexibilität und hoher Preisdruck.

Eine Blaupause für die Dienstleistungsinnovation

blaupause dienstleistungsinnovation

Suchfelder in der Dienstleistungsinnovation

Wie bleiben wir wettbewerbsfähig? Diese Frage ist im Dienstleistungssektor genauso wichtig wie in der Industrie. Allerdings ist die Anzahl der Methoden und Bücher zum Thema Dienstleistungsinnovation wesentlich geringer als die für physische Produkte. Dabei werden solche Methoden auf Grund der ständig wachsenden Bedeutung des Dienstleistungssektors dringend benötigt.

Der erste Schritt in der Ideenproduktion ist die Festlegung der Suchfelder. Suchfelder sind die Bereiche der Aufgabenstellung, in denen vielversprechende Ideen vermutet werden. In der Ideenfabrik dienen sie zur Strukturierung des Drehbuchs und zur Lenkung der Aufmerksamkeit der Teilnehmer. Gute Suchfelder zerlegen die Aufgabenstellung in einer Weise, die die Ideenproduktion erleichtern, und sie sind oft Blickwinkel, die selbst für Experten unerwartet sein können.

Why Brainstorming Doesn’t Work

business team

Brainstorming is probably the most widely used method for generating ideas in the world today. However, almost always, it is either very inefficient or doesn’t yield any useful results at all. The success rate (the proportion of ideas produced that are classified as „good“) of brainstorming sessions is variously quoted as being between 0.1% and 1%. In one article which appeared in the German magazine Brand Eins, an ideation workshop yielded only one or two good ideas out of a total of 1500! Not surprisingly, Brainstorming has developed a bad reputation, and the announcement of a corporate „creative workshop“ is often met with scepticism and resistance.

So why don’t Brainstorming and its many variants work? The reason is simple: because they don’t provide the participants with any means to overcome their mental obstacles to generating new ideas. Without such help, participants can only (re)produce the ideas that they already had in their heads anyway before they entered the room.

Innovationskiller System

iStock_000007121959XSmall

Es gab einmal einen Materialverantwortlichen bei den US-Marines namens Phil Archuleta, der die folgende (wahre!) Geschichte erzählt:

Rekruten bei den Marines erhielten am ersten Tag eine neue Uniform. Nach zwei Wochen intensiver Ausbildung haben sie häufige neu Uniformen benötigt, weil ihnen die alten  schon nicht mehr passten. Es galt die Regel, dass nach dem Tausch die Originaluniforme zerstört werden müssen.

Archuleta fand diese Regel unsinnig, und dass es besser wäre, die Uniformen einfach zu waschen und an die nächste Gruppe von Rekruten zu geben. Dies schlug er seinem Vorgesetzten vor, erhielt aber von diesem die Antwort, „Nein, das widerspricht den Regeln. Vergessen Sie es.“ Einige Zeit später kam jedoch ein neuer Vorgesetzter, der die Idee gut fand und in der Befehlshierarchie nach oben weiterleitete. Das Ergebnis war, dass die Idee flächendeckend eingeführt wurde und eine jährliche Kostenreduktion von einer halben Million Dollar ermöglichte.

Werden Sie Ideen-FAN!

iStock_000004082111XSmall

In einer typischen Ideenproduktion entstehen Hunderte von Ideen. Bei der ersten Sichtung müssen sehr schnell die besten Ideen herausgefiltert werden, die dann näher betrachtet werden sollen. Eine einfache Testfrage, die Ihnen dabei hilft, eine Idee schnell zu bewerten, lautet

Bin ich ein FAN dieser Idee?

Dabei ist „FAN“ ein Akronym für

  • Feasible (machbar)
  • Attractive (lohnend)
  • Novel (innovativ)

Erfüllt eine Idee diese drei Kriterien, darf sie in die zweite Bewertungsrunde kommen. (Dort werden allerdings genauere Bewertungskriterien eingesetzt!)

Killer einer guten Idee

Ich bin im Internet auf einen Cartoon gestoßen, der die Killer einer guten Idee anschaulich auf den Punkt bringt. So wie gute Ideen einerseits die richtige Umgebung brauchen um erfolgreich zu sein, gibt es andererseits auch die „passenden Killer“ sie scheitern zu lassen:

(Klicken zum vergrößern)

Ideas Barriers

(Quelle: www.bildschirmarbeiter.com)

Zu diesem Thema passen auch diese drei Artikel: