Posts Tagged ‘Idea Engineering’



How to Create Ideas for a Computer Game

Graham am Samstag, den 03. Oktober 2009

2 Girls playing video game

This is an exercise I do with students in my university course “Idea Engineering”. Its goal is to demonstrate how a well-chosen change of perspective can make generating new ideas very easy indeed.

Suppose we have been given the task of coming up with an idea for a simple computer game. By “simple”, I mean the kind that is created for a mobile device or for Facebook.

The script for the idea generation consists of three steps:

  1. Think of an interesting adjective.
  2. Who or what has this property?
  3. What does he/she/it want to achieve?

Your answers to questions 2. and 3. are your idea for a computer game!

Here are three examples:

  1. Devastating,
    Squelchy,
    Divine.
  2. A volcano,
    A swamp,
    An angel.

Improving Creativity with Psychological Distance

Graham am Freitag, den 07. August 2009

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A recent article by Oren Shapira and Nira Liberman in the magazine Scientific American discusses some new findings on creativity by psychologists Lile Jia, Edward R. Hirta and Samuel C. Karpena of Indiana University. The authors discuss the concept of “psychological distance” and claim that it helps creative thinking. Anything that happens a long way away, or at different time to the present, or to someone other than me is said to be psychologically distant. An experimental study carried out with students supports the claim.

The article provides scientific confirmation for an effect that creativity practitioners have been aware of for a long time: that it is helpful to look for ideas “over there”, rather than “here”. There exist a large number of ideation techniques that utilize this effect.

Werbeideen durch Zeitsprünge II

Graham am Donnerstag, den 24. Juli 2008


Im vorangegangenen Beitrag habe ich den Zeitsprung als Methode zur Generierung von Werbeideen vorgestellt. Der Werbespot für das norwegische Telekommunikationsunternehmen Telenor ist ein weiteres Beispiel für diesen Ansatz. Dort sehen wir ein Mädchen vor einigen Jahrzehnten, die in einem Schulaufsatz ihr Bild des Telefons der Zukunft beschreibt. Weil ihre Vorstellungen so “verrückt” sind, wird sie zum Schuldirektor, zum Arzt und schließlich zum Psychiater geschickt. Natürlich beschreibt sie nichts anderes als das Mobiltelefon, das wir alle kennen.Auch heute beobachten wir oft ähnliche Reaktionen auf ungewöhnliche Ideen. Ein Beispiel für dieses Phänomen habe ich vor Kurzem im Beitrag Gute Ideen konnen kulturgefährdend sein beschrieben.

(Bildquelle: YouTube)

Werbeideen durch Zeitsprünge

Graham am Donnerstag, den 24. Juli 2008

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Die Werbung ist wohl die Branche, die am häufigsten auf neue Ideen angewiesen ist. Denn im Idealfall braucht jedes Plakat, jeder Spot und jede Broschüre etwas Innovatives oder Unerwartetes, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zu lenken.

Die Wissenschaftler Jacob Goldenberg, David Mazursky und Sorin Solomon von der Hebrew University of Jerusalem in Israel haben Werbebilder untersucht und sechs Eigenschaften identifiziert, die ihrer Meinung nach erfolgreiche Plakate und Spots charakterisieren. Diese Eigenschaften kann man in ihrer Veröffentlichung The Fundamental Templates of Quality Ads nachlesen.

Eine der sechs Eigenschaften nennen die Autoren Dimensionsveränderung. Bei der Dimensionveränderung basiert die Werbeidee auf einer Manipulation einer physikalischen Dimension. Eine Variante hiervon ist der Zeitsprung. Dabei wird die Uhr vor- oder zurückgedreht, um eine neue Perspektive auf das Produkt zu gewährleisten.

Innovationsquelle: “Unmögliches” – Teil II

Graham am Freitag, den 11. April 2008

Unmöglich?

In ihrem Beitrag Innovationsquelle: “Unmögliches” hat Jana berichtet, wie eine völlig unmögliche Idee (der Anbau von Heroin in einem städtischen Park) zu einem nützlichen Vorschlag führen konnte.

Jeffrey Phillips zitiert in seinem Blog “Innovate on Purpose” einen ähnlichen Fall aus dem Buch Think Better von Tim Hurson:

Ein Unternehmen suchte neue Methoden, um Glasprodukte zu verpacken. Bisher wurden alte Zeitungen verwendet, und die Anzahl der Brüche war hoch. Beim näheren Hinsehen stellte sich heraus, dass die Verpacker beim Verpacken die Zeitungsseiten lasen und dadurch abgelenkt wurden. Während einer Ideenfindung schlug jemand vor, den Verpackern die Augen auszustechen. Natürlich ist dieser Beitrag als ernst gemeinter Vorschlag völlig unmöglich. Als Provokation war er aber interessant, denn er brachte die Teilnehmer auf die Idee, Menschen zu beschäftigen, deren Sehkraft eingeschränkt war. Da diese Menschen eine erhöhte taktile Sensibilität haben, würden sie die Glasprodukte ohnehin sorgfältiger behandeln. Die Idee wurde implementiert, und das Unternehmen konnte dadurch Kosten sparen.

Ideen entwickeln an der Kinderuni

Graham am Mittwoch, den 02. April 2008

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Die Universität Magdeburg veranstaltet mehrmals im Jahr die “Kinderuni”. An einem Samstagvormittag hören Kinder zwischen 8 und 12 Jahren zwei Vorlesungen von Professoren der Universität

Ich durfte neulich eine solche Kindervorlesung halten und habe als Thema gewählt, “Idea Engineering – Wie man schnell Ideen baut.” Während die Eltern von einem anderen Hörsaal aus die Veranstaltung per Videoübertragung verfolgt haben, haben die Kinder bei mir Ideen für das Titelblatt des Spiegels und für neue Computerspiele entwickelt.

Besonders Spaß gemacht hat den jungen Zuhörern die Methode Semantische Intuition. Sie hat zu fantasievollen Geräten wie beispielsweise eine Tanzgabel, einen Elternalarm, eine Omakiste und einen Schulentferner geführt.

Die Kindervorlesung zu halten war für mich eine neue Erfahrung: die Aufmerksamkeit von 500 Kindern zu halten ist keine leichte Aufgabe! Aber es hat allen Beteiligten Spaß gemacht, und wir haben gemeinsam viele interessante Ideen für die nächste Auflage des Kinderuni-Buches entwickelt.

Das Offensichtliche sehen

Graham am Sonntag, den 25. November 2007

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Roger van Oech stellt in seinem Blog die Frage, wie sieht man das Offensichtliche? Da dieses Thema mich im Kontext der Ideenproduktion durch Provokation sehr interessiert, habe ich dort geantwortet. Ich gebe hier meinen (übersetzten) Kommentar wieder, zusammen mit einem Nachtrag.

Ich glaube, dass die Fähigkeit, das Offensichtliche zu sehen zu den wichtigsten gehört beim Kreativen Denken (die andere ist die Fähigkeit schnell zahlreiche Assoziationen zu bilden.)

Hier sind zwei Methoden, die wir in unseren Ideenfabriken einsetzen (und die ich Studenten beibringe):

1) Kindertag. Im Büro ist heute Kindertag: Die Kinder der Mitarbeiter kommen zu den Arbeitsplätzen ihrer Eltern und stellen Fragen. Erklären Sie den Kindern, was Sie tun und wie alles hier funktioniert. Ermutigen Sie die Kinder, die Frage “warum?” zu stellen. Sie werden feststellen, dass Sie dadurch viele grundlegende “Tatsachen” und Annahmen über Ihre Arbeit (wieder) entdecken.

Das etwas andere Orakel

Graham am Dienstag, den 20. November 2007

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Roger von Oech, Autor des Buches “A Whack on the Side of the Head”, schreibt einen Blog “Creative Think” mit vielen interessanten Einsichten und Anregungen über Kreativität.

In seinem Beitrag “Use A Random Idea As An Oracle” beschreibt er eine Inszenierung der Zufallstechnik, die er “Orakel” nennt. Das habe ich zum Anlass genommen, in einem Kommentar über eine Übung zum Trainieren des Kreativen Denkens zu schreiben:

Stellen wir uns ein Orakel vor, das seine Fähigkeit zur Vorhersage verloren hat. Jedes Mal, wo jemand es um eine Inspiration bittet, antwortet es nur noch “Papagei”. Der Ratsuchende muss dann so lang über diese Antwort nachdenken, bis er darin eine Antwort auf seine Frage entdeckt.

Im Idea Engineering-Unterricht an der Universität erkläre ich folgende Trainingsmethode für das Kreative Denken:

Ein Trittstein für das Herstellen von Ideen

Jana am Montag, den 05. November 2007

Trittsteine für Gedanken

Menschen in unserer Umgebung sind Äußerungen sehr bekannt, die ähnlich sind wie PO: Das Cockpit eines Flugzeugs ist hinten. Erst vor ein paar Tagen wollte ich einen Blog-Beitrag schreiben, der ursprünglich lauten sollte: PO: Kreativität braucht Schranken.

Denn Aussagen, die wir mit PO: … einleiten, haben immer das Ziel die eigene Betriebsblindheit zu überwinden. PO steht dabei für provocation operation und wurde von dem berühmten Kreativitäts- forscher Edward de Bono erfunden. Das Wort kann nach folgenden Regeln verwendet werden:

  • Aussagen ermöglichen, ohne eine Begründung dafür abzugeben.
  • Aussagen zu nutzen, die keine Bedeutung haben.
  • Aussagen zuzulassen, die rational nicht erreichbar sind.

Die normale Reaktion auf die Aussage Das Cockpit ist hinten, wäre Ablehnung (z.B. hätten Flugzeugingenieure oder Piloten vermutlich geantwortet: Das geht nicht!).

Ein Web-Tool für die Semantische Intuition

Graham am Sonntag, den 28. Oktober 2007

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Auf der Website von Directors Bureau findet man ein nettes kleines Tool zur Generierung von Anregungen. Mit jedem Mausklick erhält man drei Wörter, die jeweils aus einer kurzen Liste zufällig zusammengestellt werden. Was fällt einem alles ein, wenn man

  • changeable virtual appliance
  • fresh chocolate website
  • erotic morphing exercise-machine

liest?
Dies ist eine Implementierung einer alten Kreativitätstechnik, die Semantische Intuition heißt. Die Semantische Intution kann eine gute Quelle für neue Ideen werden. Wir setzen sie in unsereren Ideenfabriken oft ein, da sie einen hohen Spaßfaktor hat, und eine gute Abwechslung bieten kann. Um eine ergiebige Quelle relevanter Ideen zu sein, muss sie allerdings sorgfältig vorbereitet werden, denn die Qualität der entstehenden Rohideen hängt sehr von der Realisierung ab.

(Bildquelle: Directors Bureau)


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