Posts Tagged ‘Zitat’
Graham am Montag, den 01. November 2010
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Das folgende Zitat ist eine leicht abgewandelte Version eines Tweets, das ich neulich bei Twitter gelesen habe.
Aus der Sicht der Innovation ist die schlimmste Sucht nicht Nikotin oder Alkohol, sondern ein regelmäßiges Gehalt.
(Das Originalzitat lautet The three most harmful addictions are heroin, carbohydrates, and a monthly salary und stammt ursprünglich von libanesischen Akademiker und Autor Nassim Nicholas Thaleb.)
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Graham am Montag, den 11. Oktober 2010

Ich habe das folgende Zitat im “The Little Innovation Book” von J. Gardner gefunden:
Die vernünftige Reaktion eines Managers auf eine disruptive Innovation besteht darin, auf Kosten der Innovation seine Erfolge aus der Vergangenheit auszubauen. Er hat einen starken Anreiz, dies zu tun, denn die Alternative sieht dem Scheitern zum Verwechseln ähnlich.
(The sensible behaviour for a manager facing a disruption is to reinforce the success of the past at the expense of the innovation. They are highly motivated to do so, since the alternative looks remarkably like failure.)
Das Zitat fasst den Kerngedanken von Clayton Christensen in seinem berühmten Buch “The Innovator’s Dilemma” in wenigen Worten zusammen.
Tags: Gardner, Zitat
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Graham am Freitag, den 04. Juni 2010

Das Wort “Innovation” wird seit einigen Jahren inflationär gebraucht. Es taucht inzwischen in zahlreichen Unternehmensprofilen und Sonntagsreden von Politikern auf. Wie bei einer Währung führt die Inflation auch bei einem Begriff zu einer Entwertung: Wenn jeder behauptet, innovativ zu sein, hat die Behauptung bald keine Aussagekraft mehr.
Auch die Hochschulen fördern diesen Trend. So taucht das Wort immer häufiger in den Selbstdarstellungen der Universitäten auf. Viele Professoren sind auch der Meinung, weil sie wissenschaftliche Forschung betreiben, wären sie schon qua Amt innovativ. Dabei sind sie möglicherweise kreativ, aber Kreativität ist nicht gleichbedeutend mit Innovation.
Der Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger, hat diesem Missverständnis folgenden hübschen Spruch entgegengesetzt:
Forschung ist die Verwandlung von Geld in neues Wissen; Innovation ist die Verwandlung von neuem Wissen in Geld.
Universitäten nehmen gerne Geld entgegen, um daraus neues Wissen zu erzeugen, aber wie viele von ihnen nehmen auch die Strapazen und Risiken des umgekehrten Weges auf sich?
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Graham am Montag, den 28. Dezember 2009

Charles Browder hat einmal über neue Ideen gesagt:
A new idea is delicate. It can be killed by a sneer or a yawn. It can be stabbed to death by a joke or worried to death by a frown on the wrong person’s brow.
(Eine neue Idee ist zerbrechlich. Sie kann durch höhnisches Lächeln or Gähnen getötet werden. Sie kann durch einen Witz erdolcht oder durch Stirnrunzeln bei der falschen Person vor lauter Sorgen in den Tod getrieben werden.)
Es ist tatsächlich sehr leicht, neue Ideen zu töten. Schon ein verächtlicher Blick (vor allem eines Vorgesetzten) oder eine unüberlegte Killerphrase kann genügen, dass eine Idee für immer verschwindet. Je innovativer die Idee, desto größer ist auch diese Gefahr, denn es sind die radikalen, neuen Ideen, die etablierte Regeln und Normen in Frage stellen und folglich sofortigen Widerstand auslösen.
Tags: Killerphrase, Zitat
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Graham am Samstag, den 10. Oktober 2009

Edward de Bono ist wohl eine der bekanntesten Figuren auf dem Gebiet des Kreativen Denkens. Er ist Erfinder des Lateralen Denkens, der Provokationstechnik und der Sechs-Hüte-Methode.
Von de Bono stammt das folgende Zitat:
Removing the faults in a stage-coach may produce a perfect stage-coach, but it is unlikely to produce the first motor car.
(Wenn man alle Fehler aus einer Kutsche beseitigt, erhält man möglicherweise eine perfekte Kutsche, aber wahrscheinlich nicht das erste Automobil.)
Dieses hübsche Zitat habe ich schon zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt.
Erstens bringt das Zitat die Erkenntnis zum Ausdruck, dass inkrementelle Innovationen etwas grundsätzlich Anderes sind als radikale Innovationen. Mit inkrementellen Innovationen kann man zwar ein Produkt konkurrenzfähig halten, aber dadurch entsteht keine radikale Änderung.
Zweitens kann man Zitat verwenden, um disruptive und erhaltende Innovationen im Sinne von Clayton Christensen zu erklären. Ständige Verbesserungen dienen dazu, Marktanteile zu erhalten, während disruptive Innovationen den Markt neu aufmischen.
Tags: Edward de Bono, Zitat
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Graham am Dienstag, den 02. Dezember 2008

In diesen Tagen wird viel über Innovation während einer Rezession geschrieben. Journalisten und Blogger warnen vor der Versuchung, in Zeiten knapper Kassen Innovationsaktivitäten einzusparen. Denn Innovation – so die Argumentation – darf als langfristige Zukunftssicherungsmaßnahme nicht dem kurzfristigen Sparzwang zum Opfer fallen.
Neulich kam mir ein Zitat von W. Edwards Deming wieder in den Sinn, das – in leicht abgewandelter Form – gut zur heutigen Situation passt:
Innovation ist keine Pflicht – Überleben aber auch nicht.
Deming begann seine Karriere beim Wiederaufbau Japans in den 1940er Jahren und ist zum führenden Experten für Qualitätsmanagement in der Produktion avanciert. Sein ursprüngliches Zitat lautet Learning is not compulsory, but neither is survival (Lernen ist keine Pflicht, Überleben aber auch nicht.)
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die Unternehmen in Deutschland an ihrer Zukunftssicherung sparen, oder ob sie wie Fredmund Malik erkannt haben, “Gerade aus Krisen entstehen die zahlreichsten und größten Innovationen.”
Tags: Deming, Innovation, Zitat
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Graham am Samstag, den 19. April 2008

Der englische Literat Samuel Johnson (1709-1784) hat einmal geschrieben,
Nothing will ever be attempted if all possible objections must first be overcome.
Diese Beobachtung aus dem 18. Jahrhundert hat noch heute eine hohe Relevanz bei der Bewertung von Ideen. Der Mensch neigt nämlich dazu, die Nachteile einer neuen Idee viel stärker zu wichten als die Vorteile. Wirklich innovative Ideen bringen auch mehr und größere Probleme mit sich als gewöhnliche oder naheliegende Ideen (siehe auch den Beitrag “Die polarisierenden Ideen sind die innovativsten“.)
Beim Design und bei der Durchführung der Ideenbewertung empfiehlt es sich also, Johnsons Zitat vor Augen zu halten. Am Anfang des Bewertungsprozesses sollten nur die Vorteile der Ideen gesammelt werden – die Benennung der Nachteile wird für eine spätere Phase aufgehoben. Wenn ein mehrstufiger Selektionsprozess vorgesehen ist (was immer der Fall sein sollte!), werden Ideen nur an Hand ihrer Vorteile ausgewählt und in die nächste Phase befördert. Umgekehrt bedeutet dies, dass Ideen im ersten Schritt nur mangels Vorteile ausscheiden dürfen, nicht jedoch auf Grund eventueller Nachteile. Erst wenn die Vorzüge der Ideen genügend klar herausgearbeitet worden sind, dürfen die Nachteile zur Sprache gebracht werden.
Tags: Ideenbewertung, Zitat
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Graham am Sonntag, den 28. Oktober 2007

Niccolo Machiavelli hat in seinem Buch Il Principe über die Schwierigkeit geschrieben, Innovationen einzuführen:
Auch muss man bedenken, dass kein Vorhaben schwieriger in der Ausführung, unsicherer hinsichtlich seines Erfolges und gefährlicher bei seiner Verwirklichung ist, als eine neue Ordnung einzuführen; denn wer Neuerungen einführen will, hat alle zu Feinden, die aus der alten Ordnung Nutzen ziehen, und hat nur lasche Verteidiger an all denen, die von der neuen Ordnung Vorteile hätten.
Obwohl sie schon fast 500 Jahre alt ist, trifft Machiavellis Beobachtung heutzutage immer noch häufig zu.
Das Innovationsmanagement kennt einige Mechanismen zur Reduktion und zur Überwindung von Widerständen gegen Innovation.
(Bildquelle: Wikipedia Commons)
Tags: Innovation, Zitat
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Graham am Sonntag, den 28. Oktober 2007

Ein Favorit aus meiner Sammlung von falschen Einschätzungen von Innovationen stammt von Gottlieb Daimler aus dem Jahr 1901:
Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird 5000 nicht überschreiten – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren.
1901 waren Automobile Luxusgüter. Kurze Zeit später hat Henry Ford die Fließbandproduktion eingeführt. Durch diese Prozessinnovation wurde das Auto für einen großen Teil der Bevölkerung erschwinglich, und die Eigentümer wurden größtenteils zu Selbstfahrern.
Heutzutage werden mit Hilfe der Szenariotechnik und anderen Werkzeugen des strategischen Innovationsmanagements die Faktoren, die eine Innovation beeinflussen können, bei der Ideenbewertung systematisch erfasst. Dazu gehören unter anderem gesellschaftliche Trends sowie komplementäre und substituierende Innovationen.
(Bildquelle: Wikimedia Commons)
Tags: Innovation, Innovationsmanagement, Zitat
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Graham am Sonntag, den 28. Oktober 2007

Albert Einstein soll einmal gesagt haben,
Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien.
Gute Ideen stoßen zunächst oft auf Widerstand. Eine gute Idee ist innovativ, und das, was innovativ ist, stellt automatisch eine Herausforderung an das bisherige Weltbild dar. Dies gilt gleichermaßen für die Relativitätstheorie von Einstein wie für innovative Vorschläge für Prozessverbesserungen oder Produktinnovationen im Unternehmen. Die Innovationsliteratur ist voller Beispiele hierfür, und wir werden in diesem Weblog hin und wieder einige davon vorstellen.
In unseren Ideenfabriken staunen wir manchmal darüber, wie schnell und wie energisch Widerstände gegen gute Ideen aufbaut werden. Dies kann schnell zu den berühmten Killerphrasen führen, die so tödlich sind für die Ideenproduktion. Oft scheint es, als hätte manch einer regelrecht Angst vor den guten Ideen seiner Kollegen. Als Gestalter des Ideenprozesses müssen wir dafür sorgen, dass solche unberechtigten Widerstände die Qualität der Ideenbewertung nicht beeinträchtigen, und als Moderatoren müssen wir dafür sorgen, dass keine Killerphrasen artikuliert werden.
Tags: Ideen, Ideenbewertung, Zitat
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