{"id":741,"date":"2009-01-14T12:55:15","date_gmt":"2009-01-14T10:55:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zephram.de\/blog\/?p=741"},"modified":"2024-05-18T08:06:01","modified_gmt":"2024-05-18T06:06:01","slug":"unmoglich-fur-disney","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zephram.de\/blog\/kommentar\/unmoglich-fur-disney\/","title":{"rendered":"Unm\u00f6glich f\u00fcr Disney?!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-780 size-full\" title=\"Walt Disney Pictures\" src=\"https:\/\/www.zephram.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/disney_pictures_logo2.jpg\" alt=\"disney\" width=\"276\" height=\"200\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich gestern einen Blick in die Financial Times Deutschland (FTD) warf, musste ich bei einem Artikel ein wenig schmunzeln \u2013 welch ein Zufall! Erschien doch am Dienstag in der FTD ein Beispiel des ung\u00fcnstigen Verlaufs einer abgelehnten innovativen Idee. Diese wurde vom Trickfilmproduzenten Disney 1983 abgelehnt. Erst am Montag ver\u00f6ffentlichte Graham einen Gastkommentar zur Serie &#8222;Kreative Zerst\u00f6rer&#8220; in der FTD. Darin beschrieb er ebendiesen ung\u00fcnstigen Verlauf einer abgelehnten Idee f\u00fcr Marktf\u00fchrer.<\/p>\n<p><strong>Aber von Anfang an \u2026 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Graham ver\u00f6ffentlichte am Montag einen Gastkommentar &#8222;Von U-Booten und Stinktieren&#8220; (12.01.2009) in der FTD, in dem er unter anderem \u00fcber U-Boot-Projekte berichtet. Diesen Projekten begegnet man dann, wenn sich ein Mitarbeiter in eine Projektidee so sehr &#8222;verliebt&#8220; hat, dass ihn keine Ablehnung und nicht mal eine K\u00fcndigung von der Verwirklichung des Projekts abhalten k\u00f6nnen. Sp\u00e4ter erh\u00e4lt das Projekt wieder einen offiziellen Status und das Unternehmen profitiert in vollem Umfang von der Idee. Ein U-Boot-Projekt beschreibt demnach den gl\u00fccklichen Zufall f\u00fcr ein Unternehmen, das zun\u00e4chst einen <a href=\"https:\/\/www.zephram.de\/blog\/ideenbewertung\/der-ablehnungsfehler\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Ablehnungsfehler<\/a> begegangen hat, diesen aber sp\u00e4ter erkannt und vor allem korrigiert hat.<\/p>\n<p>Graham beschreibt in seinem Artikel aber auch den ung\u00fcnstigen Fall:<\/p>\n<blockquote><p><em>Im ung\u00fcnstigsten Fall k\u00fcndigen die Erfinder und gr\u00fcnden mit ihrer Idee ein Konkurrenzunternehmen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen ung\u00fcnstigen Fall erlebte auch Disney. John Lasseter, damals Disney Mitarbeiter, verliebte sich 1983 in die Idee computeranimierte Filme zu produzieren; und zwar so sehr, dass der Studiochef ihm k\u00fcndigte. Die Begr\u00fcndung war laut FTD im Artikel &#8222;Auf den Hund gekommen&#8220; (13.01.2009):<\/p>\n<blockquote><p><em>Im Jahr 1983 nimmt in den Disney-Studios in Burbank ein junger Mann die K\u00fcndigung entgegen. Allzu vernarrt ist er in eine neue Technik. Der Studiochef l\u00e4sst ihn wissen:<strong>&#8222;Computeranimation interessiert uns nur, wenn wir damit Zeit oder Geld sparen k\u00f6nnen.&#8220;<\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Aus heutiger Sicht nat\u00fcrlich ganz klar ein Ablehnungsfehler. \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">John Lasseter arbeitete allerdings nicht so brav, wie Ron Avitzur von Apple in Grahams Artikel heimlich an der Implementierung seiner Idee, sondern gr\u00fcndete gleich die kleine (Konkurrenz-)Firma Pixar. Diese Firma revolutionierte den Trickfilm; und landete mit Filmen wie &#8222;Toy Story&#8220;, &#8222;Die Monster AG&#8220; oder &#8222;Findet Nemo&#8220; einen Hit nach dem anderen. Schlie\u00dflich (2006) kaufte Disney Pixar f\u00fcr 7,4 Mrd. $ auf und John Lasseter wurde wieder Teil des Disney Teams, diesmal aber als Chef der Trickfilmabteilung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00e4tte das Image und der Erfolg von Disney heute anders ausgesehen, wenn sie 1983 John Lasseter f\u00fcr seine Idee eine geeignete Umgebung (skunkwork) geboten h\u00e4tten? Oder zeigt uns dieses Beispiel eher, dass sich besonders Marktf\u00fchrer dar\u00fcber Gedanken machen m\u00fcssen, wie sie diese wertvollen Ideen erkennen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Vater des Trickfilms &#8211; Walt Disney &#8211; galt jedenfalls Zeit seines Lebens das Motto: &#8222;If you can dream it, you can do it.&#8220; An eine weitere Aussage des Trickfilm-Vaters &#8222;It&#8217;s kind of fun to do the impossible&#8220; muss sich dann wohl John Lasseter erinnert haben, nachdem seine Idee vom Studiochef abgelehnt wurde.<\/p>\n<p>Bildquelle: <a href=\"https:\/\/media.designrush.com\/inspiration_images\/131748\/conversions\/_1522788119_531_Walt_Disney_Pictures_logo-700x700-desktop.jpg\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Disney Logo<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich gestern einen Blick in die Financial Times Deutschland (FTD) warf, musste ich bei einem Artikel ein wenig schmunzeln \u2013 welch ein Zufall! 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