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15 Business-Provokationen

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Manche Ideenfindungsaufgaben löst man am besten, wenn es gelingt, unbewusste Annahmen zu durchbrechen. Die Ergebnisse (“Provokationen”) können zu nützlichen Ideen führen.

Hier sind 15 Provokationen für ein Unternehmen:

  1. Führen Sie ein Projekt durch, bei dem Sie einen Verlust machen.
  2. Veröffentlichen Sie ein Betriebsgeheimnis.
  3. Verringern Sie die Qualität eines Produktes.
  4. Konzentrieren Sie sich auf Ihren am wenigsten profitablen Kunden.
  5. Sorgen Sie dafür, dass eines Ihrer Produkte veraltet.
  6. Missachten Sie die Wünsche Ihrer Kunden.
  7. Kannibalisieren Sie ein Produkt.
  8. Kündigen Sie einen Kunden.
  9. Stellen Sie jemand ein, der nicht zu Ihrem Unternehmen passt.
  10. Freuen Sie sich über eine Kundenbeschwerde.
  11. Beachten Sie die Benchmarks Ihrer Branche nicht.
  12. Widerrufen Sie eine Regel.
  13. Gestalten Sie eines Ihrer Produkte für einen Nicht-Kunden.
  14. Belohnen Sie einen Mitarbeiter, der einen Fehler macht.
  15. Bitte Sie die Person um eine Idee, die am wenigsten vom Thema versteht.

Obwohl diese Provokationen dem gesunden Menschenverstand zu widersprechen scheinen, sind sie alle schon einmal ernsthaft vorgeschlagen worden. #9 und #14 befinden sich beispielsweise unter Bob Sutton’s “Weird Ideas that Work”, und #4 findet man bei Marc Sniukas’ “25 Ways to Reinvent your Business”.

Eine alternative Interpretation solcher Provokationen besteht darin, sie als Werkzeug zur “Ausweitung des Bereichs der Kontroverse” im Unternehmen zu betrachten, wie es von Tim Kastelle beschrieben wird.

Provokationen sind die Methode der Wahl, wenn “so, wie man es immer macht” oder “das, was jeder weiß” ein Hindernis auf dem Weg zu einer innovativen Lösung für ein Problem darstellt.

 

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1 Kommentar

  1. Viele der Provokationen habe ich bereits (wirtschaftlich) umgesetzt gesehen. Hier nur 3 Beispiele:

    1. Toyota hat im Prius Hybridantrieb eingesetzt. Es ist kein Geheimnis, dass dies zumindest in der Anfangszeit ein Verlustgeschäft für Toyota war. Dennoch haben sie dadurch eine Menge über Batterietechnlogie gelernt, was für den Automarkt als zukunftsträchtig gilt. Zudem konnten sie hierdurch (wenn auch nur teilweise zu Recht) ein sehr umweltfreundliches Markenimage vermitteln, was aktuell besonders im US-Markt sehr wichtig ist.

    3. Standardbeispiel: verschiedener Funktionsumfang von Produkten innerhalb einer Produktfamilie. Manchen Kunden reicht der Funktionsumfang des billigeren Produkts aus oder sie können sich das teure nicht leisten. Zudem können so verschiedene Zielgruppen erreicht werden.
    Beispiel: Grafikchips für teure und günstige Grafikkarten (ähnliches gilt für Prozessoren) sind häufig exakt der gleiche Chip vom selben Wafer. Nur sind bei einem davon einige Schaltkreise nachträglich deaktiviert worden (entweder weil bei ihnen ein Fertigungsfehler auftrat, um die Ausbeute zu erhöhen oder “einfach so”)

    5. ich sage nur: die Softwarebranche kümmert sich gerne darum, dass Kunden regelmäßig updaten “müssen” (durch neue inkompatible Formate oder immer teurere Wartungsverträge für Legacy-Software)

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