idee beschreiben IDEA

Damit im Workshop eine Idee bewertet werden kann, müssen die Teilnehmer sie verstehen können. Die Rohideen, die aus der Ideenproduktion kommen, sind dafür zu knapp beschrieben. Deswegen ist Ideen beschreiben die zweite Hauptphase im Innovationsworkshop.

Die vier IDEA-Perspektiven

Wir haben eine einfache Regel entwickelt, die als Leitfaden für die Bearbeitung von Ideen dient. Sie hat vier Komponenten, die zusammen den englischen Akronym IDEA bilden:

  • Idea: Eine Beschreibung der Idee selbst, damit andere verstehen können, was damit gemeint ist.
  • Disruptiveness: Welche Konflikte könnte diese Idee auslösen?
  • Execution: Was gehört zur Verwirklichung der Idee?
  • Attractiveness: Was macht die Idee attraktiv?

Die vier Dimensionen sollten in der Reihenfolge I – A – E – D behandelt werden. Zuerst wird die Idee selbst näher beschrieben. Als Zweites sollte die Attraktivität der Idee ausgeführt werden, denn nur, wenn eine Idee ausreichend attraktiv ist, lohnt es, sie weiter zu betrachten. Wenn diese Bereitschaft gegeben ist, erfolgt die Beschreibung der Implementierung der Idee. Wenn die Idee attraktiv und machbar ist, wird geprüft, wo sie anecken könnte. Innovative Ideen verstoßen oft gegen den Status Quo, und die Organisation muss dazu imstande sein, sich entsprechend zu ändern.

Sind alle vier Dimensionen ausführlich beschrieben, so kann eine Bewertung erfolgen, was das Risiko eines Bewertungsfehlers reduziert.

Idea

Der erste Schritt in der Ausarbeitung einer Idee ist die Beschreibung der Idee selbst. Ein gutes Verständnis einer Idee ist Voraussetzung für die anschließende Bewertung. Das Drehbuch für den Innovationsworkshop sollte eine Reihe von Fragen enthalten, die die Teilnehmer dabei unterstützt. Diese Fragen sind natürlich aufgabenspezifisch; sie sollten die wesentlichen Aspekte der Idee abdecken, die für eine Beurteilung notwendig sind.

Für Produktideen könnte man die folgenden Fragen verwenden, um diesen Aspekt der Idee zu beschreiben:

  • Wer ist die Zielgruppe für das Produkt?
  • Welches Kundenproblem wird durch das Produkt gelöst?
  • Wie funktioniert das Produkt?
  • Welche Besonderheiten hat das Produkt?
  • Welche Varianten hat das Produkt?
  • (Eine Anwendungs- oder Funktionsskizze)
  • Über welche Kanäle wollen wir das Produkt verkaufen?
  • Welche Positionierung soll das Produkt im Markt haben?

In einem kleinen Ideenworkshop nutzen wir das Idea Napkin zur Ideenbeschreibung. Es entspricht in etwa dem Idea-Aspekt.

Attractiveness

Der erste Anforderung an eine Idee ist, dass sie das gestellte Problem lösen kann bzw. das gestellte Ziel erreichen kann.

  • Welche Vorteile hat das Produkt gegenüber anderen?
  • Welches Kundenproblem löst das Produkt?
  • Wie dringend braucht der Kunde eine Lösung?
  • Welchen Nutzen hat das Produkt für uns selbst?
  • Wie groß ist der Markt?
  • Welchen Preis können wir erzielen?
  • Warum werden sich unsere Kunden für dieses Produkt begeistern?

Execution

Wenn sich die Idee eignet, das geforderte Ziel zu erreichen, muss untersucht werden, welchen Aufwand und welche Herausforderungen mit der Implementierung verbunden sind.

  • Wer bekommt die Verantwortung für die Weiterbearbeitung dieser Idee?
  • Welche Ressourcen sind zur Realisierung erforderlich?
  • Sind die notwendigen Ressourcen bei uns vorhanden?
  • Wie viel wird die Entwicklung kosten?
  • Wann können wir das Produkt am Markt einführen?
  • Was sind die wesentlichen Schritte zur Umsetzung?
  • Was müssen wir als Erstes tun?

Disruptiveness

Innovative Ideen stehen fast immer im Widerspruch zum Status Quo. Das kann ein Konflikt mit einer Verordnung sein, eine Änderung eines Geschäftsprozesses bei Unternehmenskunden oder eine Inkompatibilität mit der Organisation selbst sein. Dieses Disruptiveness (Störpotenzial) kann den Erfolg der Idee gefährden, und es muss abgeschätzt werden, ob sich der Aufwand zur Überwindung der Hürde lohnt.

  • Was müssen wir bei uns einführen/verändern/abschaffen?
  • Müssen wir über unseren eigenen Schatten springen?
  • Wer könnte gegen diese Idee sein?
  • Welche Konflikte bringt diese Idee mit sich?
  • Verstößt diese Idee gegen eine Regel, eine Norm oder eine Erwartung?
  • Wie müssen sich unsere Kunden ändern, um dieses Produkt einsetzen zu können?

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Kompaktwissen Ideenbewertung

Zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2024 von Graham Horton

 


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Innovationsworkshop für einen Automobilzulieferer 2007

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