Lehmschicht oder Höhlenmensch?

caveman lehmschicht
Die Lehmschicht

Die „Lehmschicht“ ist eines der häufigsten chronischen Probleme für größere Organisationen, die Innovation betreiben möchten.

Die Lehmschicht sind die Manager der mittleren und niederen Stufen, die zwischen der Geschäftsführung und der „Mannschaft“ stehen. Diese Manager arbeiten nicht nutzenbringend, zum Beispiel beim Kunden oder in der Produktion oder der Entwicklung. Sie haben aber andererseits auch nicht die Seniorität, um das Gesamtwohl ihrer Organisation im Blick zu haben.

Einen Manager, der zur Lehmschicht gehört, erkennt man daran, dass er …

  • die Ziele der Geschäftsleitung entweder gar nicht oder in verfälschter Form an seine Mitarbeiter weitergibt,
  • Ideen und Initiativen seines Teams blockiert und nicht nach oben oder nach außen weitergibt,
  • keine stichhaltigen Argumente für sein Verhalten hat, sondern nur autoritäre Sprüche („Weil ich es so will“) und Killerphrasen („Das würde niemals funktionieren“) anzubieten hat.

Diese Manager werden „Lehmschicht“ genannt, weil sie wie eine Lehmschicht im Boden verhindern, dass das Grundwasser auf- oder abwärts fließen kann.

Zephram schreibt

Nach langer Pause haben wir wieder einen Artikel für die Zeitschrift Ideen- und Innovationsmanagement geschrieben. Er heißt Die Analogietechnik – Das „Schweizer Messer“ unter den Ideenfindungsmethoden. Dort bieten wir eine ausführliche Anleitung für die Anwendung der Analogietechnik mit vielen Praxisbeispielen.

Die Analogietechnik gibt es in vielen Gestaltungsvarianten, und sie ist die flexibelste und vielseitigste aller Ideenfindungsmethoden. Gerade bei Innovationsaufgaben liefert sie Moderationsfragen, die Spaß machen und fast immer zum Ziel führen, zum Beispiel:

  • Was können wir von Hollywood über Marketing lernen?
  • Welches neue Produkt könnten wir gemeinsam mit Samsung entwickeln?
  • Welche Eigenschaft von Lego wäre auch für unser Produkt vorteilhaft?
  • Wenn ein ehemaliger Produktionsleiter von Toyota unser neuer Geschäftsführer würde, was wäre seine erste Optimierungsmaßnahme?

Link zum Artikel (Der Artikel ist nur für Abonnenten bzw. gegen Bezahlung einsehbar.)

 

Die Kundenvorteile-Checkliste

kundenvorteile checkliste

Ein Problem während der Ideenfindungsphase eines Innovationsprojektes besteht darin, zu wissen, wo man überhaupt Ideen suchen sollte. Eine Lösung für dieses Problem besteht darin, eine reichhaltige Liste von Kundenvorteilen zu besitzen, die im Workshop eingesetzt wird, um schnell vielversprechende Suchfelder für Ideen zu finden.

Innovation und Kundenvorteile

„Wie können wir unser Angebot attraktiver machen?“ ist wahrscheinlich die häufigste Aufgabe für einen Innovationsworkshop. Produkte und Dienstleistungen müssen ständig verbessert werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und inkrementelle Innovation ist eine Aktivität, die hilft, das Überleben eines Unternehmens für die nahe Zukunft zu sichern.

„Wir müssen unser Portfolio erweitern“ ist die zweithäufigste Aufgabe für den Innovationsworkshop. Erfolgreiche neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln ist schließlich der Schlüssel zu langfristigem Überleben und Wachstum.

In beiden Fällen muss eine Innovation einen Kundennutzen erbringen: Kunden werden nur dann ein neues Angebot wählen, wenn es ihnen größere Vorteile bringt als die schon verfügbaren Alternativen. Es scheint also sinnvoll zu sein, Kundenvorteile (customer benefits) als Ausgangspunkt für die Suche nach neuen Ideen zu machen.

Die Suchfeldmatrix: Orientierung für neue Ideen

suchfeldmatrix

Was ist eine Suchfeldmatrix?

Die Suchfeldmatrix ist ein visuelles Werkzeug für den Einsatz in einem Ideenworkshop oder Innovationsworkshop. Ihre Funktion besteht darin, die Identifikation von vielversprechenden Suchfeldern für die Ideenfindung zu erleichtern.

Das Wirkprinzip der Suchfeldmatrix ist einfach: Zunächst werden die Reihen- und Spaltenüberschriften der Matrix mit Aspekten der Problemstellung beschriftet. Dann stellt jede Zelle der Matrix durch Kombination ihrer Reihen- und Spaltenüberschriften eine Ideenfindungsaufgabe dar. Zum Beispiel ergibt die Kombination von Installieren und Einfacher in der Titelgrafik das Suchfeld Wie können wir die Installation unseres Produktes vereinfachen?

Anwendung der Suchfeldmatrix

Zur Herstellung der Suchfeldmatrix werden zwei Beschreibungsdimensionen der Innovationsaufgabe gewählt. (Bei einer großen Matrix können es auch mehrere sein.) Diese Dimensionen liefern dann die Reihen- und Spaltenüberschriften der Matrix.

Die Kunst in der Benutzung der Suchfeldmatrix besteht darin, effektive Spalten- und Reihenüberschriften zu wählen. Nach unserer Erfahrung funktioniert die Methode dann am besten, wenn sie sowohl Problem- als auch Lösungswissen enthalten.

Your Startup’s Launch Product

startup early adopter product

Ein Startup hat zu Beginn nicht die Ressourcen, um ein voll ausgereiftes Produkt für seine gesamte Zielgruppe zu entwickeln. Es wäre ein Fehler, mit der Funktionalität zu beginnen, die sich Zielgruppe wünscht und „Luxus“-Eigenschaften auf später zu verschieben.

Stattdessen sollten sich Startups auf ihre Early Adopters konzentrieren und ein Produkt bauen, das sie begeistert. Damit gewinnen sie ihre ersten Kunden als Fans, die dann helfen, den Abgrund vor dem großen Markt zu überwinden.

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