Ideenproduktion in der Kinderuni

ideenproduktion kinderuni

Dieses Jahr hatte ich wieder die Gelegenheit, eine Kindervorlesung über Ideenfindung zu machen. Im gr0ßen Hörsaal 5 haben die Kinder zwischen 8 und 12 Jahren mit Hilfe der vorgestellten Methoden Ideen für die Zukunft entwickelt. Wir haben Preise in jeder Altersklasse für die besten Ideen gestiftet; die Bilder dazu zieren unsere diesjährigen Jubiläumskarten. Neben dem Wissenshelm, der die Schule überflüssig macht, gab es Solarkollektoren auf dem Mond, die Energie für die Erde liefern, einen Fahrstuhl, der sich auch horizontal bewegt, und ein schwimmendes Fahrrad. Zephram gratuliert die Gewinner und wünscht ihnen und ihren Familien einen schönen Tag im Zoologischen Garten Magdeburg!

 

Refining the Windermere Hierarchy

windermere hierarchy

In a post from 2008, I described the Windermere Hierarchy, a model that explains on what basis buyers make a selection when they have different offers to choose from. The model states that there are four criteria, which are ranked in the customer’s mind. These are (in descending order of priority):

  1. Functionality
  2. Reliability
  3. Convenience
  4. Cost

The Windermere model suggests that customers will make their purchasing choice based on the highest priority criterion which does not satisfy their requirements. Thus, if none or only one of the alternatives available meets all of their functional requirements, they will choose the alternative that meets the most. However, if more than one alternative satisfies their functional requirements, they will make their purchase based on reliability. Similarly, if more than one alternative satisfies both their functional and their reliability requirements, they will choose based on convenience. Finally, if more than one alternative meets criteria 1, 2 and 3, the customer will choose based on cost. In this case, in the customer’s mind at least, the product has no distinguishing features – it has become a commodity which can only be sold by price discounting.

Wo sind Ihre guten Ideen?

gute ideen

Die besten Ideen sind durch zwei Eigenschaften charakterisiert:

  1. Sie lösen das gegebene Problem.
  2. Sie verstoßen gegen das vorherrschende Weltbild.

Die zweite Eigenschaft einer guten Idee führt zu einer Reihe von Problemen, unter anderem…

  • Man lehnt seine eigene Idee selbst ab.
  • Die Idee löst bei anderen nur Killerphrasen aus.
  • Man findet keine Unterstützung für seine Idee.

Die Geschichte der Innovation ist voller Beispiele radikaler Erfindungen, die wegen ihres hohen Innovationsgrades auf Ablehnung gestoßen sind, zum Beispiel

Auch wir beobachten bei unseren Innovationsprojekten das gleiche Phänomen: Unsere Klienten entwickeln zielführende, innovative Ideen, die sie aber in der Bewertungsphase fallen lassen wollen, weil sie angeblich unmöglich sind. Nicht selten konnten wir durch hartnäckige Verteidigungsarbeit eine solche Idee vor dem Aus retten und so unserem Auftraggeber zu einer wertvollen Innovation verhelfen.

Ein Besuch des Ministerpräsidenten

ministerpräsident haseloff

Neulich erhielt Zephram Besuch durch den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff. An dem Tag hatten wir einen Auftraggeber im Haus, sodass sich Herr Haseloff über unsere Arbeit als Innovationsdienstleister auch aus Kundensicht informieren konnte. Nach einem kurzen Aufenthalt am Elbufer haben wir dann bei einem gemeinsamen Mittagessen Möglichkeiten diskutiert, wie weitere Innovationsprojekte ins Land geholt werden könnten.

 

Warum der Zufall keine Provokation ist

zufallstechnik

Von Edward de Bono stammt das Konzept der Provokation, eine Methode zur Generierung von Ideen. Sie wurde in seinem Buch „Serious Creativity“ vorgestellt. Eine Provokation hat die Aufgabe, die Gedanken in neue Bahnen zu lenken, um so neue Ideen zu ermöglichen. De Bono beschreibt sechs Methoden, um Provokationen zu erzeugen, ausgehend von der vorliegenden Situation:

  1. Idealfall (Wishful Thinking): Man beschreibt, was im Idealfall gelten würde.
  2. Umkehrung (Reversal): Man vertauscht Ursache und Wirkung oder Subjekt und Objekt.
  3. Verfälschung (Distortion): Man verändert eine qualitative Eigenschaft der Situation.
  4. Übertreiben (Exaggeration): Man verändert eine quantitative Eigenschaft der Situation.
  5. Annahme aufheben (Escape): Man macht eine Annahme über die Situation rückgängig.
  6. Zufall (Random Stimulus): Man führt ein zufälliges Element in die Situation ein.

Provokationen sollte nach de Bono mit dem Wort „PO“ angezeigt werden. Für eine Universität erhält man die folgenden Beispielprovokationen:

Zwei Regeln für den Stage-Gate-Prozess

tom fishburne

Letzte Woche berichteten wir von Tom Fishburne, der Comics über Marketing und Innovation zeichnet. Er hat eine zweite Zeichnung zum Thema Stage-Gate-Prozess veröffentlicht, die die gleiche Aussage macht. Im Artikel dazu macht er zwei schöne, zitierfähige Aussagen:

Ein strengerer Spießrutenlauf führt nicht zu besseren Ideen, sondern nur zu vorsichtigeren Ideen.

Man sollte nicht versuchen, die Häufigkeit von Irrtümern zu verringern, sondern deren Kosten.

Diese Empfehlungen sollte sich jeder Innovationsmanager als stetige Mahnung über seinem Schreibtisch hängen!

 

Links

Kompaktwissen Innovationsmanagement

Link zum Original

Wider den Stage-Gate-Prozess

tom fishburne

Der Comic-Zeichner Tom Fishburne ist auf Marketing- und Innovationsthemen spezialisiert. Er veröffentlicht jede Woche treffende Beobachtungen aus dem Unternehmensalltag in visueller Form. In dieser Zeichnung prangert er den allgegenwärtigen Stage-Gate-Prozess an, dem er die Schuld für das Scheitern vieler guten Ideen in Unternehmen gibt. Dasa Bild erinnert an das ehemalige Checkpoint Charlie zwischen Ost- und West-Berlin.

Der Stage-Gate-Prozess wird fast überall eingesetzt, um Innovationsprojekte zu strukturieren. Zwischen den einzelnen Arbeitsphasen („Stages“) gibt es Kontrollpunkte („Gates“) bei denen die einzelnen Ideen bzw. Projekte entweder fortgesetzt oder beendet werden.

Dieses Prinzip macht zunächst viel Sinn, denn es erlaubt eine Besserung Lenkung des Ressourcenverbrauchs und sorgt dafür, dass schwache Projekte rechtzeitig beerdigt werden. Nur ist es leider so, dass in den meisten Organisationen eine Kultur der Risikovermeidung vorherrscht. Dies führt dazu, dass gerade ungewöhnliche (und damit auch innovative) Ideen in den Gates hängen bleiben, und nur sichere, gewöhnliche Ideen befördert werden. Wie Fishburne an anderer Stelle schreibt: „Die meisten Unternehmen besitzen viel mehr Werkzeuge, um Ideen zu kaputtzuschneiden, als um sie zu züchten.“

Ein Studienprofil für IT-Gründer

webgründer logoDie Fakultät für Informatik der Universität Magdeburg (mit der Zephram eng verbunden ist) hat ab dem kommenden Wintersemester ein neues Studienprofil mit dem Namen „Web-Gründer“.

Wir von Zephram begrüßen diese Entwicklung, denn sie kann jungen Menschen helfen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und gleichzeitig die Wirtschaft von Sachsen-Anhalt stärken. Wir werden das Studienprofil fördern, indem wir die Idea Engineering-Vorlesung weiterhin begleiten und den Studenten bei der Entwicklung und Bewertung ihrer Geschäftsideen unterstützen.

Zur Website von Web-Gründer

 

Kreatives Denken trainieren mit der Bleistift-Übung

Muss ich ein kreativer Mensch sein, um gute Ideen produzieren zu können? Zum Glück lautet die Antwort auf diese oft gestellte Frage eindeutig Nein! Denn mit Hilfe von Perspektivwechseln wie beispielsweise Provokation, Analogie, oder Mr. X kann jeder Mensch gute Ideen finden. Allerdings gibt es eine nützliche (Denk-)Fähigkeit, um diese und andere Techniken ergiebiger zu machen. Diese Fähigkeit wird im englischen Sprachraum oft mit der „Pencil Exercise“ („Bleistift-Übung“) erklärt.

Stellen Sie sich vor, Sie sind mit Ihrer beruflichen Situation unzufrieden, und Sie suchen Ideen, wie Sie vorwärts kommen. Nur fällt Ihnen leider nichts ein. Das einzige Objekt, das Ihnen zur Hand liegt, ist ein Bleistift, also beschließen Sie, diesen Bleistift als Anregung zu nutzen. Dazu betrachten Sie den Bleistift und machen sich dessen Eigenschaften bewusst. Anschließend versuchen Sie, diese Eigenschaften auf Ihre Situation anzuwenden. Das könnte beispielsweise wie folgt aussehen:

Wir feiern wieder Jubiläum

wissenshelm

Jedes Jahr feiern wir bei Zephram am 5. April Jubiläum, denn am 05.04.2063 findet der Jungfernflug der Phoenix statt. Die Phoenix ist das erste irdische Raumschiff, das schneller als Lichtgeschwindigkeit fliegen kann. Der dafür erforderliche Warp-Antrieb wird von unserem Namensgeber Zephram Cochrane erfunden.

Dieses Jahr haben wir Grußkarten versendet, die Magdeburger Kinder gezeichnet haben. Wir haben eine Vorlesung in der Kinderuni der Universität Magdeburg über Ideenfindung gegeben und dabei den Kindern die Aufgabe gegeben, eine Idee zu entwickeln, die das Leben in der Zukunft leichter macht. Zephram hat Preise für die beste Erfindung in jeder Altersgruppe gespendet.

In der Altersgruppe 10 Jahre hat Benny gewonnen. Seine Erfindung: ein Helm, der Wissen speichert und dadurch die Schule überflüssig macht!

P.S. Sollten Sie Zephram Cochrane nicht kennen, empfehlen wir den Film Star Trek: First Contact!