Wie sieht die Zukunft im Jahr 2063 aus?

Jana am Dienstag, den 05. April 2011

Wir haben die 6. Klasse des Werner-von-Siemens-Gymnasiums Magdeburg gefragt: “Wie sieht unsere Zukunft im Jahre 2063 aus?”

Die Ergebnisse reichen vom virutellen Hausaufgabenheft, über Kraftwerksplaneten, an- und ausschaltbare Sonnen bis hin zu Städten, die fast ausschließlich aus Solarpanelen bestehen. Wirklich eine kreative Leistung!

Was ist der Hintergrund für diese Aktion?

Zephram hat seinen Namen vom Erfinder Zephram Cochrane aus der Science Fiction Serie “Star Trek”. Er erfand den Warp-Antrieb, mit dessen Hilfe die  Menschheit die Weiten der Galaxie mit Überlichtgeschwindigkeit erkunden konnte. Der Jungfernflug seines Raumschiffes findet am 5.4.2063 statt. Dieser Tag steht für uns für Fortschritt, und wir feiern ihn jedes Jahr wie ein Jubiläum.

In diesem Sinne: Wir wünschen Ihnen für das Jahr 2011 viele gute Ideen und viel Erfolg bei der Verwirklichung Ihrer Innovationen.

Die Commodity-Falle ist näher, als Sie denken

Graham am Montag, den 21. März 2011

Kay Plantes

In einem Online-Artikel plädiert die Autorin und Beraterin Kay Plantes für die Geschäftsmodellinnovation. Mit einem aktuellen Beispiel aus der Medizintechnik zeigt sie, weshalb der weitere Blick des Geschäftsmodells zum Erfolg, während der engere Blick der funktionsgetriebenen Produktinnovation in die Sackgasse führen kann.

Mir hat das folgende Zitat besonders gefallen:

Remember, it takes only two qualified options [...] to create price-driven competition.

(Bedenke, dass man nur zwei ausreichend gute Alternativen braucht [...], um Preisdruck auszuüben.)

Plantes’ Botschaft ist, dass Produktfunktionalität allein heutzutage oft nicht genügt, um sich ausreichend von der Konkurrenz abzuheben, insbesondere dann, wenn viele Alternativen in den Augen der Kunden schon mehr als gut genug sind. Vielmehr muss man die positive Differenzierung im Ökosystem des Produktes suchen bzw. schaffen.

(Fotoquelle: www.plantescompany.com)

Höre auf keinen Experten!

Jana am Freitag, den 25. Februar 2011

Noreena Hertz hat einen lehrreichen Vortrag zum Umgang mit Experten auf einer TED Konferenz gehalten.

Sie hat sich die Frage gestellt “Sollten wir wichtige Entscheidungen aufgrund von Expertenempfehlungen treffen?”

Drei Ihrer Botschaften dazu waren:

  • Wir sollten mehr unser eigenes Urteilsvermögen nutzen. (Faszinierend, dass wir es in der Umgebung von Experten scheinbar ausstellen.)
  • Uns bewusst machen, dass auch Experten Fehler machen können.
  • Wir sollten Expertenaussagen kritisch hinterfragen (z.B. unter welchen Bedingungen diese gelten).

Dennoch ist sie der Meinung, dass wir weiterhin Experten zu Rate ziehen sollten. Allerdings empfiehlt sie Experten eher wie einen Basar an Möglichkeiten zu betrachten. Man hört sich viele verschiedene Meinungen, Diagnosen, Urteile und Prognosen an, um sich selbst ein besseres Bild von der eigenen Lage zu verschaffen.

HICSS, Teil 3: Wie lernen innovativ zu sein?

Jana am Donnerstag, den 03. Februar 2011

Seit über fünf Jahren existiert an der Universität Magdeburg der Kurs Idea Engineering.  Dieser Kurs entstand durch eine Kooperation zwischen der Universität Magdeburg und Zephram. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus durften wir auf der 44. HICSS auf Hawaii vorstellen. Hier ein kurzer Eindruck:

Zephram glaubt daran, dass jeder kreativ sein kann und dazu in der Lage ist die nächste innovative Produktgeneration zu entwickeln. Alles was er dazu benötigt, ist eine passende Anleitung. Das bedeutet, Kreativität ist für uns nicht etwas Mystisches, was nur Auserwählte leisten können. Vielmehr, denken wir, ist es eine erlernbare und trainierbare Fähigkeit!
Einige der üblichen Sichtweisen in Bezug auf Kreativität und Innovationen zu denen unser Verständnis gegenläufig ist:

  • Innovativ ist nicht derjenige, der die verrücktesten Ideen hat sondern die nützlichsten!
  • Kreativität ist eine erlernbare Fähigkeit und nicht nur durch einige wenige Auserwählte produzierbar.

HICSS, Teil 2

Graham am Donnerstag, den 13. Januar 2011

Einleitung

Eine unserer Präsentationen (s.o.) bei der HICSS-Tagung dieses Jahr berichtete über ein Forschungsprojekt der Universität Magdeburg, an dem Zephram beteiligt war. Wir haben die Analogietechnik zur Produktion von Ideen untersucht und dabei die Frage gestellt, ob man durch eine geeignete Auswahl der Attribute bestimmte, wünschenswerte Eigenschaften der resultierenden Ideen erzielen kann. Es hat sich dabei herausgestellt, dass dies nicht der Fall ist, aber wir haben bei der Untersuchung unserer experimentellen Daten eine interessante und unerwartete Entdeckung gemacht.

Die Analogietechnik

Bei der Analogietechnik werden Ideen in einem Vier-Schritt-Verfahren entwickelt:

  1. Attribute: Was sind Eigenschaften der Aufgabenstellung?
  2. Analogien: Wer oder was hat auch dieses Attribut?
  3. Lösungen: Wie würden diese Analogien unsere Aufgabe lösen?
  4. Transfer: Wie könnten wir diese Lösungen auf unsere Aufgabe übertragen?

Unsere Hypothese

Gute Ideen sollten praktikabel und effektiv sein, d.h. sie sollen sich mit den vorhandenen Ressourcen umsetzen lassen und das gesetzte Ziel erreichen.

HICSS44, Teil 1

Graham am Montag, den 03. Januar 2011


Zur Zeit befinden wir uns auf Hawaii, da wir zwei Präsentationen bei der Tagung HICSS geben. HICSS ist die Hawaii International Conference on System Sciences, eine Tagung, die jedes Jahr stattfindet und eine Vielzahl von Themen rund um große, komplexe menschliche und technische Systeme umfasst.

Wir berichten über zwei Projekte, bei denen Zephram die Universität Magdeburg unterstützt hat. Die erste Präsentation ist forschungsorientiert und betrifft die Analogietechnik zur Ideenproduktion. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie man gute Analogien findet. Unsere These lautet, dass Attribute, die für die Aufgabenstellung relevant und typisch sind, zu guten Analogien und somit zu guten Ideen führen.

In der zweiten Präsentation beschreiben wir das Modul Idea Engineering in Form eines Case Study. Dieses Modul wird seit 10 Semestern an der Universität durchgeführt und bietet Studenten aller Fakultäten einen Einblick in die Innovation und in die Produktion und Bewertung von Ideen. Wir beschreiben die Besonderheiten dieses Kurses und die Vorteile, die sich für die Studenten dadurch ergeben.


Was erfolgreiche Innovatoren machen

Graham am Freitag, den 19. November 2010

Das Beratungsunternehmen Booz & Company analysiert jährlich die Unternehmen, die weltweit am meisten für Forschung und Entwicklung ausgeben. In ihrem aktuellen Bericht mit dem Titel How the Top Innovators Keep Winning zeigen sie, was diese Unternehmen tun, um in der Innovation erfolgreich zu sein.

Sie unterscheiden zwischen drei Ansätzen für die Innovation:

  • Need Seekers (Bedürfnissucher). Diese Unternehmen orientieren sich nach aktuellen und potentiellen Kunden, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.
  • Market Readers (Marktbeobachter). Diese Unternehmen beobachten sowohl Kunden als auch Wettbewerber. Ihre Innovationen sind vorwiegend inkrementeller Art und versuchen, etablierten Trends zu folgen. Vieles hängt davon ab, den richtigen Moment für die Einführung der Innovation zu treffen.
  • Technology Drivers (Technologietreiber). Diese Unternehmen lassen sich von ihren technologischen Fähigkeiten leiten. Sie profitieren von ihren hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung und sind die ersten, die neue Technologien am Markt einführen.

Aufgabenanalyse mit der 8P-Liste

Graham am Freitag, den 12. November 2010

Jede Technik zur Herstellung von Ideen setzt voraus, dass die Aufgabenstellung dem Teilnehmer bewusst ist. Dabei ist es wichtig, dass diese nicht nur abstrakt, sondern in vielen konkreten Einzelheiten im Bewusstsein vorhanden ist. Es empfiehlt sich daher fast immer, im ersten Schritt die Aufgabe aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und in Komponenten zu zerlegen. In manchen Fällen reicht dieser Schritt sogar alleine aus, um Ideen anzuregen.

Eine einfache Möglichkeit, um eine Ideenproduktionsaufgabe zu analysieren, ist die sogenannte “8P-Technik”. Acht (englische) Wörter, die alle mit dem Buchstaben “P” beginnen, liefern unterschiedliche Sichtweisen auf eine Situation. Sie lauten wie folgt:

  • People: Wer ist beteiligt?
  • Places: Welche Orte sind involviert?
  • Parts: Welche physichen oder abstrakten Bestandteile gibt es?
  • Processes: Welche Abläufe gibt es?
  • Parameters: Was sind die Eigenschaften der gegebenen Siutation?
  • Policies: Welche Regeln und Traditionen gibt es?
  • Purposes: Welche Ziele werden verfolgt?

Eine Innovationsregel für Konzerne

Graham am Dienstag, den 09. November 2010

Bei der Arbeit an einem Kundenprojekt fiel mir der folgende Gedanke ein:

Ein Unternehmen sollte eine Innovation nicht ablehnen, die die vorschlagende Geschäftseinheit implementieren würde, wenn sie eine eigenständig Organisation wäre.

Konzerne lehnen oft Innovationsvorschläge ab, die aus ihren Geschäftseinheiten kommen. Dies geschieht dann, wenn sich die Entscheidungskriterien auf Konzernebene von denen der Geschäftseinheit unterscheiden. Ein Beispiel dafür ist, wenn der zu erwartende Umsatz aus Konzernsicht zu gering ist. Solche Entscheidungen können die Entwicklung der Geschäftseinheit hemmen. Auf jeden Fall führen sie zu Frustration in der Geschäftseinheit und zu einer Belastung der Beziehung zum Kunden, wenn die Kundenbetreuer keine Erklärung dafür haben, dass eine gute Idee mit beiderseitigem Nutzen verweigert worden ist.

Werbeideen durch Zeitsprünge II

Graham am Sonntag, den 07. November 2010

In einem früheren Artikel haben wir auf die Arbeit von Jacob Goldenberg, David Mazursky und Sorin Solomon beschrieben. Sie haben sechs Eigenschaften identifiziert, die erfolgreiche Werbeplakate und -spots charakterisieren.

Eine dieser Eigenschaften heißt Dimensionsveränderung. Hier entsteht die Werbeidee durch Manipulation einer physikalischen Dimension wie z.B. die Zeit. Dabei wird die Uhr vor- oder zurückgedreht, um eine neue Perspektive auf das Produkt zu gewährleisten.

In diesem Spot von Telenor sehen wir eine Szene aus den 1940er Jahren. Ein Mädchen beschreibt das Telefonieren, wobei sie die vielen Funktionen eines modernen Mobiltelefons aufzählt. Diese sind natürlich so weit von dem entfernt, was zu der damaligen Zeit möglich war,  dass es die Erwachsenen um sie herum beunruhigt.


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